Jeschkes »Sibyllen« wurde verfilmt!

Die Dreharbeiten für den Spielfilm „Sibyllen im Herkules“ mit Tina Endl in der Hauptrolle fanden einen erfolgreichen Abschluss. Der Produktion liegt das Hörspiel »Sibyllen im Herkules, oder Instant Biester« von Wolfgang Jeschke zugrunde. Die Hauptdarstellerin und ihr männlicher Gegenpart, Christian Bergmüller, arbeiteten ebenso ohne Gage wie die Sprecher Armin Berger, Hans Peter Balmer und Hilde Obermeier.

Wolfgang Jeschke, der das Radiospiel unter der Regie von Andreas Weber-Schäfer 1984 für den BR realisieren ließ, begleitete die Filmproduktion über nahezu fünf Jahre seit 2006 mit geduldigem Wohlwollen, wohlwissend, dass es sich hierbei um eine Low-Budget-Produktion einer Gruppe engagierter Fans von Jeschke-Science-Fiction handelt.

Jeschke selbst begeistert sich bereits seit den 1950er Jahren für Science Fiction und gehört zu den ersten Mitgliedern des 1955 gegründeten SFCD. Erste Kurzgeschichten aus seiner Feder erschienen schon früh in Fan-Magazinen. In den Jahren seiner Tätigkeit als Redakteur und Herausgeber ergab sich für ihn nur selten Zeit zu eigener schriftstellerischer Arbeit, dennoch erreichte sein Werk beeindruckende literarische Höhen. Es fand große Beachtung in Insiderkreisen und etliche seiner Texte ernteten höchstes Lob. Kennzeichnend für seine SF-Texte sind die atmosphärische Dichte der geschilderten Szenarien, die psychologischen Dimensionen der Protagonisten und das Thema „Zeitreise“ in allen Variationen.

Jeschke brillierte mindestens sieben Mal als Hörspielautor, wobei es einige dieser Stoffe auch als Erzählungen gibt und eines der Hörspiele nun voraussichtlich 2011 eben auch als audiovisuelles Erlebnis. Überhaupt handelt es sich bei dem Film „Sibyllen im Herkules“ um die erste Jeschke-Verfilmung überhaupt. Wenn auch nur ein geringer Etat für die Produktion zur Verfügung stand, so konnten dennoch eine Reihe von Profis für das Opus gewonnen werden. Genannt seien hier nur: Ralf Ruschewitz (Schnitt), Matthias Junken (Musik), Tommy Laeng (Digitaleffekte).

Florian Breitsameter (Quelle: Alexander Seibold)

 

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