Skurriles am Rande …

Versandbuchhändler Achim Havemann (u.a. Herausgaber von „phantastisch“) wurde von einem Nachbarn aus dem Dorf darum gebeten, zwei Bücher mit plattdeutschem Inhalt für ihn zu bestellen. Nachdem diese Bücher keine ISBN hatten und nicht über Libri erhältlich waren, kam es zu einer direkten, telefonischen Kontaktaufnahme mit der Druckerei, die die Bücher im Eigenverlag herausgebracht hatte.

Die Bestellung sei kein Problem, man erwarte aber eine E-Mail-Bestellung von Havemann und wegen schlechter Erfahrungen mit anderen Kunden, dass die Rechnung, die man ihm dann ebenfalls per Email schicken würde, per Vorauskasse bezahlt würde. Nachdem man sich auf dieses nicht ungewöhnliche Verfahren geeinigt hatte, kam die Rechnung per E-Mail, und siehe da: Eines der Bücher war gar nicht mehr lieferbar und wird auch nicht mehr nachgedruckt. Skurrilerweise wurde es aber trotzdem in Rechnung gestellt!

Auf telefonische Nachfrage erklärte man, dass es sich keineswegs um ein Versehen handeln würde: das mache man halt so, zudem hätte Havemann ja 33,33 % Buchhändlerrabatt erhalten – auf ein Buch, das er nie bekommen würde … Außerdem wäre man ihm auch bei den Versandkosten in Höhe von 2,30 Euro entgegen gekommen – das nennt man dann wahrscheinlich „Kreatives Rechnungswesen“ …

Martin Kempf

 

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