The Descent 1&2

The Descent 2„The Descent“: Der Überraschungshit aus 2005 spielt mit den menschlichen Urängsten. Eine Gruppe von jungen Frauen steigt bei einem Wochenendtrip in ein Höhlensystem ab, welches vor ihnen noch niemand erkundet hat. Diesen ganz besonderen Kick haben die fünf Juno zu verdanken, für die der Abstieg in ein rund herum erkundetes Höhlensystem zu langweilig war. Dies erfahren die sechs allerdings erst nachdem hinter ihnen ein enger Stollen zusammengebrochen ist und ihnen dadurch der Rückweg abgeschnitten wurde. Es bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als tiefer ins Höhlensystem einzudringen, um irgendwo einen zweiten Ausgang zu finden.

The Descent - Die HeldinNun müssen sie sich allein auf ihre Fähigkeiten und auf ihr Glück verlassen. Niemand weiß, wo sie sich befinden, so dass sie auch nicht auf Rettung hoffen können. Schon recht bald verletzten sich die ersten und behindern die Gruppe dadurch zusätzlich bei ihrem Vorkommen. Dass es einen zweiten Ausgang geben muss, wird ihnen mehr als deutlich vor Augen geführt, als sie Höhlenzeichnungen finden, die auf einen solchen hinweisen. Auch finden sie Hinterlassenschaften von anderen Expeditionen vor Ihnen. Voller Zuversicht begeben sie sich tiefer ins Innere des Höhlensystems, ohne dabei zu ahnen, was in den Tiefen der Höhlen auf sie wartet.
Kurz darauf wird die Gruppe von Wesen angegriffen, die bereits seit langem in diesen Höhlen leben. Sie sind perfekt an die Dunkelheit angepasst und damit jedem Menschen überlegen. Zum Glück verfügen die Frauen über Taschenlampen und Fackeln und können sich so ihren Gegner stellen. Nicht jede ist dabei so taff wie Sarah, die eigentliche Hauptfigur dieses Films, die bereits an einer traumatischen Erinnerung leidet (sie verlor vor einem Jahr ihre Tochter und ihren Mann bei einem Autounfall). Sarah erlebt mit wie eine Gefährtin nach der anderen von den Wesen getötet bzw. sich in den Höhlen verirrt und dort zum Opfer dieser gefräßigen Wesen wird.

Der Film endet mit Sarahs Flucht aus dem Höhlensystem und ihrer Rückfahrt in die Zivilisation. Allerdings stellt sich dies ganz zum Schluss als ein Traum heraus. Sarah befindet sich immer noch unter der Erde und damit endet der erste Teil.

Im zweiten Teil begibt sich eine Rettungsmannschaft mit der aus den Höhlen nun doch entkommenen Sarah in die Tiefe. Sarah leidet unter einer Gedächtnisblockade, kann also die Rettungsmannschaft nicht vor den Wesen warnen, so dass diese völlig unvorbereitet auf die Gollorks treffen. Der Überlebenskampf beginnt von neuem und erinnert einem stark an die Handlung aus dem ersten Film.

Der erste Teil erhielt noch viel Lob und wurde mit mehreren Preisen versehen. Völlig zu recht wird „The Descent“ 1 als ein sehenswerter Horrorfilm gepriesen, der zwar das Genre nicht neu erfindet, aber dessen Handlung gut umgesetzt ist. Gerade die Szenen in den Höhlen, mit all ihrer Enge, der allgegenwärtigen Dunkelheit und dem überall lauernden Grauen lassen das Herz eines Horrorfans höher schlagen. Als die Wesen dann vor die Kamera gezerrt und somit für den Zuschauer visuell voll erlebbar gemacht werden, verliert der Film natürlich einen Großteil seines bis dahin aufrechterhaltenen Grusel- und Grauenfaktors. Das Grauen hat ein Gesicht bekommen und die Zuschauer sind damit nicht mehr allein auf ihre Vorstellungskraft angewiesen.
Der Auseinandersetzung zwischen Juno und Sarah, die bereits zu Beginn des Films ihren Anfang nimmt und bis zum Schluss immer mehr „eskaliert“, sollte man keine allzu große Bedeutung beimessen. Auch die Tatsache, dass die Gruppe nur aus jungen, sportlichen Frauen besteht, ist nun nicht als so außergewöhnlich zu betrachten, als dass man daraus mehr aus diesem Film ableiten könnte, als er tatsächlich darstellt.

Bei beiden Streifen handelt es sich um sehenswerte Horrorfilme, die eine sattsam bekannte Handlung unter die Erde verlagert haben. Daraus beziehen beide Filme, unabhängig voneinander, ihre visuellen Qualitäten.

The Descent - Das Monster

Die beiden Filme sind vor einigen Monaten als ungeschnittene Fassung in einer Doppel- DVD-Box erschienen, was eine FSK ab 18 nach sich zog. Die Box-Ausstattung weist für Teil 1 einen Audiokommentar des Regisseurs, der Hauptdarsteller und der Crew auf. Teil 2 bietet noch Featurettes, Making Of, B-Roll, Delected Scenes und Interviews und Audiokommentar mit Cast und Crew und ist somit deutlich besser ausgestattet wie Teil 1. Die Dauer des Bonusmaterials wird mit ca. 55 Minuten angegeben, die Filmdauer mit insgesamt ca. 185 Minuten.

Andreas Nordiek

 

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