Dreimal Siebzig

Drei große alte Männer des SF- und Fantasy-Fandoms sind im letzten Monat siebzig Jahre alt geworden: Hubert Straßl, Dieter Steinseifer und Eduard Lukschandl. Ohne alle drei wäre die Geschichte des SFCD und des deutschsprachigen Fandoms vielleicht ganz anders verlaufen.

Hubert Straßl wird den meisten unter einem seiner zahlreichen Pseudonyme bekannt sein: Hugh Walker und Ray Cardwell sind unter den sechs Namen sicher die bekanntesten. Als Student hat er seine ersten Fanzines herausgegeben, später war er Redakteur der SF-Zeitschrift „Pioneer“ und gehörte zum Wiener SF-Kreis um Ernst Vlcek, Gerd Maximovic, Helmuth W. Mommers und Viktor Farkas. Ab den 1970ern schrieb er Heftromane, unter anderem für die Serien „Dämonenkiller“, „Dragon“ und ab 1980 für „Mythor“.
1966 gründete er zusammen mit anderen Fans FOLLOW („Fellowship of the Lords of the Lands of Wonder“), entwarf mit ihnen die Fantasywelt „Magira“ und entwickelte das Strategiespiel „Armageddon“.

Auch Dieter Steinseifer war 1966 dabei, als beim Jahrestreffen des SFCD in Wien FOLLOW gegründet wurde. Er war viele Jahre lang sowohl im SFCD aktiv als auch als Clanoberhaupt des Drachenordens von Ranabar, den er 1970 im Rahmen des Welt- Science-Fiction-Kongresses in Heidelberg gründete und viele Jahre leitete. Aus gesundheitlichen Gründen musste er sich leider vor einigen Jahren von seinen Aktivitäten im SFCD und in FOLLOW zurückziehen. Doch immer noch verlegt er unverdrossen sein Fanzine „Flieger“, von dem vor kurzem die 62. Ausgabe erschienen ist.

Eduard Lukschandl hat zusammen mit Hubert Straßl FOLLOW gegründet und „Magira“ und „Armageddon“ entwickelt, außerdem hat er als Übersetzer von Fantasy- und Horror-Romanen gearbeitet. Viele Ausgaben der Terra-Fantasy-Reihe gingen auf sein Konto.

Das gesamte Team des Fandom Observers gratuliert den drei Jubilaren sehr herzlich zu ihrem Geburtstag. Mögen noch viele folgen!

Olaf Funke

 

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Eine Antwort auf Dreimal Siebzig

  1. Rolf Heuter sagt:

    Dieser Beitrag findet meine uneingeschränkte Zustimmung. Persönlich kenne ich nur Dieter Steinseifer der in seiner Marburger Zeit stark für den SFCD aktiv war und öfters sein Studium vernachlässigen mußte. Nicht zuletzt deshalb wurde er aufgrund meines Vorschlages zum Ehrenmitglied des SFCD gewählt. DiST war für mich immer der Größte !