DORT.con 2011 – Erster Tag

Arno Behrend

Arno Behrend

Es ist ein sonniger Samstag in Dortmund. Götze vergibt in der Nachspielzeit aus Halbmeterdistanz, die Borussia spielt Unentschieden. Schalke schickt Magath mit 1:0 nach Hause. Und Herr Müller packt zwei Söhne ein und fährt seinem ersten Science-Fiction-Con seit … … langer Zeit entgegen. Fazit: Alle sind älter geworden, und grauer. Nur Eckhard Marwitz nicht, der ist weiß wie immer.

Manches ist anders als früher, als es noch die SF-Tage NRW gab: der Verein, der die Organisation trägt, und der Veranstaltungsort, doch wenn man aus dem Bahnhof ins Freie tritt, geht der Blick unwillkürlich nach links, hoch zum 18-stöckigen Harenberg-Center, das wohl ewig als Sinnbild für die Hybris des einstigen SF-Tage-Veranstalters (und Ex-FO-Redakteurs) Beluga Post gelten wird. Den DORT.con gibt es trotzdem, das Post-Debakel ist überwunden.

Thorsten Küper + Uwe Post

von links: Thorsten Küper, Uwe Post

Der Fandom Observer ist gut vertreten am ersten Tag des DORT.con 2011: ich treffe die Redaktionskollegen Florian Breitsameter, Günther Freunek und Olaf Funke, Fanzineredakteur Klaus „Smiley“ Schimanski, unsere Stamm-Rezensenten Peter Herfurth-Jesse und Andreas Nordiek, unsere Gastautoren Miriam Pharo und Uwe Post, und den famosen Gastautoren Stefan Holzhauer von PhantaNews.de. Auch gesehen: Ex-Fanzine-Kritikus Dirk van den Boom, der sich heute mit dem Verkauf selbstgemachter Geschichten über Wasser hält (den Fandom-Observer-Dienstwagen mußte er nach seinem Ausscheiden zurückgeben).
 

DORT.Con 2011: Robert Charles Wilson von Florian Breitsameter (Aufnahme von der Abendshow).

DORT.Con 2011: Leo Lukas erwacht von Florian Breitsameter (Aufnahme von der Abendshow)

André Wiesler + David Grashoff

André Wiesler und David Grashoff (rechts)

Das gut sortierte Programm hatte einiges zu bieten, leider nur mehrgleisig, so daß man immer etwas Lohnendes verpassen würde. Ich entscheide mich heute für drei Lesungen von Ju Honisch („Jenseits des Karussels“), Thorsten Küper im Team mit Uwe Post („Epsilon Eridani Camp“) und Miriam Pharo („Schlangenfutter“/„Schattenspiele“), wohne dem Usertreffen des SF-Fan.de-Forums bei (es gab u.a. Cola-Eis) und freue mich über den Beginn des Poetry Slams, den ich leider nach drei Beiträgen verlassen muß – der Warm-Up-Beitrag von David „Grasi“ Grashoff wird mir trotzdem unvergesslich bleiben:
 

(Aus Darth Vaders Geheimem Tagebuch – Gedächtnisprotokoll)

„Mann, hab’ ich mich heute geärgert! Habe vor Wut die Putzfrau von hinten mit dem Jedi-Würgegriff getötet.“

„Lange nichts mehr vom Imperator gehört. Stelle fest: wir haben gar keine Putzfrauen im Todesstern.“

„Mist! Habe aus Versehen wohl den Imperator getötet. Was muß der auch immer mit dieser Kapuze herumlaufen? Damit sieht man doch aus wie ‘ne Putzfrau!“

„Wir brauchen einen neuen Imperator. Das wird nicht leicht: jemand, der so aussieht wie der Imperator. ist normalerweise schon lange tot.“

„Mist, der Todesstern ist kaputt. Irgendsoein Kerl, der aussieht wie ein Pornodarsteller aus den 80ern, hat ihn kaputtgemacht. Werde wohl mal ein ernstes Wort mit seinem Vater reden müssen …“

Sonne, Eis und gute Gespräche – freut euch auf einen ausführlichen Bericht in FO 263!

Manfred Müller

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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3 Antworten auf DORT.con 2011 – Erster Tag

  1. Pingback: Das war der DORT.con | Deutsche Science Fiction

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  3. wolle2002 sagt:

    Ich war gestern ab 16 Uhr in Dortmund und es hat mir gut gefallen, die Performance von Katzen und Menschen und der Poetry Slam waren klasse und sehr sehens- und hörenswert! Ich werde in 2 Jahren wiederkommen.