Rainer Eisfeld zum 70. – Wir gratulieren!

Dr. Rainer Eisfeld

Dr. Rainer Eisfeld

Rainer Eisfeld, Dr. rer. pol. und Professor für Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück seit 1974, 2006 emeritiert, vollendet am 4. April 2011 sein 70. Lebensjahr. Er ist Vorstandsmitglied der International Political Science Association sowie Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Seine kenntnisreiche und fundierte Darstellung der Verwicklung des mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichneten Wernher von Braun in die Mechanismen des deutschen Faschismus in dem Buch „Mondsüchtig“ führte 1996/1997 zu Strafanzeigen und Drohungen gegen ihn, Schulen wollten ihren Namen ändern und Gemeinden Straßen umbenennen.

Der Politikwissenschaftler Eisfeld war in seinen jungen Jahren aktiver SF-Fan, der weite Teile des gerade entstehenden deutschen SF-Fandoms begleitet und mitgestaltet hat. (vgl. die ausführliche Schilderungen in „Die Zukunft in der Tasche“) So war er von 1956-1958 Leiter der SFCD-Gruppe Bonn und 1959 Begründer der deutschsprachigen Ausgabe der Science Fiction Times.

Eisfeld übersetzte knapp zwei Dutzend Science-Fiction-Romane (darunter Bücher von Asimov, Brown, Kuttner, Simak, van Vogt und Williamson). 1986–1992 gab er A. E. van Vogts „Null-AG“, „Ischer“ und „Expedition der Space Beagle“ neu heraus (Bibliothek der Science Fiction Literatur, Bände 58, 73, 83), ebenso 1989 Thea von Harbous „Frau im Mond“ (Heyne SF 06/4676).

Zu seinen Büchern aus jüngerer Zeit gehören u. a.:

  • „Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei“ (1996/2000)
  • „Political Science and Regime Change in 20th Century Germany“ (mit M. Th. Greven und H. K. Rupp, 1996)
  • „Als Teenager träumten. Die magischen 50er Jahre“ (1999)
  • „Marsfieber“ (mit Wolfgang Jeschke, 2003)
  • „Streitbare Politikwissenschaft“ (2006)
  • „Die Zukunft in der Tasche“ (2007)

Unter dem Titel „Abschied von Weltraumopern – Science Fiction als Zeitbild und Zeitkritik“ wird in Kürze in der DvR-Buchreihe ein weiteres Buch mit Kommentaren aus 25 Jahren erscheinen.

Quelle: Dieter von Reeken

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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