Fanfiktion.de – für Reichtum, Macht und Ruhm!

Fanfiktion.de ist eine Website, auf der Fan-Autoren ihre Werke veröffentlichen können. Wir haben uns mit Helge Thiessen, einem der Betreiber der Seite, unterhalten.

Helge, welche Ziele verfolgt Ihr mit Eurer Website?
Reichtum, Macht und Ruhm. FF.de ist eine Plattform für so ziemlich alle Autoren und Leser im deutschsprachigen Raum. Es werden schließlich nicht nur Fanfictions archiviert, sondern auch Tausende von völlig eigenständigen Geschichten und Gedichten. Wir versuchen, die Seite ansprechend und fair für alle zu administrieren, eine hohe Zuverlässigkeit zu bieten und sie zudem kontinuierlich um gute und sinnvolle Funktionen zu erweitern.

Wieviele angemeldete User hat Eure Seite?
Die reine Userzahl ist meist ein eher ungeeigneter Wert, um die Größe einer Seite zu bestimmen. Das hängt damit zusammen, dass in der Regel auch „tote“ Accounts mitgezählt werden. FF.de löscht zwar Accounts ohne Geschichten, welche mehr als ein halbes Jahr nicht genutzt wurden, aber selbst so stellt die Zahl der angemeldeten User keinen wirklich anschaulichen Wert dar, zumindest wenn es darum geht, die Popularität der Seite einzuschätzen. Wie wäre es hiermit: pro Tag wird FF.de knapp 125.000 Mal besucht, wobei ungefähr 1,5 Millionen Seitenaufrufe generiert werden.

Und wie viele aktive Autoren schreiben bei Euch?
In den letzten 6 Monaten wurden in knapp 18.000 Accounts neue Kapitel gepostet. Da einige Autoren auch Doppelaccounts besitzen, dürfte die reine Zahl der aktiven Autoren dementsprechend etwas niedriger ausfallen.

Was für Geschichten können bei Euch veröffentlicht werden? Habt Ihr dafür Vorgaben, die die Geschichten erfüllen müssen?
Im Prinzip kann man so ziemlich jede Geschichte veröffentlichen. Einschränkungen gibt es aufgrund der Vorgaben des deutschen Rechtsraumes und hinsichtlich einiger FF.de-spezifischer Regeln.

In Euren Regeln erwähnt Ihr, daß „MST3Ks“ bzw. „MSTings“ eingeschränkt ­erlaubt sind. Was versteht Ihr darunter?
„MST3K“ bezieht sich in der Fanfiction auf von anderen kommentierte Geschichten. Der Begriff selbst stammt von der Serie „Mystery Science Theater 3000“.

Die meisten Geschichten, die bei Euch erscheinen, basieren auf Serien oder Kinofilmen. Inwieweit müssen sich die Autoren an die internen Vorgaben dieser Serien oder an Copyright-Regeln halten?
Eigentlich basieren die meisten Geschichten auf Büchern und Mangas. Die Zahl, die auf der Hauptseite in Klammern hinter jeder Hauptkategorie steht, gibt an, wieviele Geschichten in der jeweiligen Kategorie archiviert sind. Vorgaben an die Autoren hinsichtlich der jeweiligen Fandoms gibt es keine. Auch ein Disclaimer wird von uns nicht gefordert, da ja bereits mit dem Veröffentlichen in einer Fanfiktion-Kategorie klar ist, worum es sich handelt.

Welches sind momentan die ­belieb­testen Themen für Geschichten? Kann man da einen Trend erkennen?
Nun, ein populäres Fandom wird früher oder später auch mit Geschichten gefüllt. Ein Beispiel dafür ist „Bis(s) …“, was bei uns bereits über 10.000 Geschichten beinhaltet. Über die Veränderungen der Aktivität in den Fandoms ließe sich daher problemlos ablesen, wie sich deren Popularität verändert. „Vampire Diaries“ bei den Serien kam zum Beispiel in sehr kurzer Zeit auf über 700 Geschichten und ist damit als Fandom im Moment aktiver als Klassiker wie „Star Trek“.

Werden die Geschichten gegengelesen, bevor sie veröffentlicht werden?
Falls der Autor einen Betaleser hat, dann schon. Diese Variante ist zwar empfehlenswert, aber keinesfalls zwingend vorgeschrieben.

Lehnt Ihr auch Geschichten ab?
Nein. Allerdings sperren wir Geschichten, die gegen die Regeln des Archivs verstoßen. Die Autoren erhalten dann Gelegenheit, diese zu überarbeiten.

Bietet Ihr Möglichkeiten, über die veröffentlichten Geschichten zu diskutieren?
Das ist im FF.de-Forum durchaus möglich. Allerdings bevorzugen die meisten Autoren die etwas direktere Kommunikation mit ihren Lesern über Reviews oder die interne Mailfunktion.

Inwieweit ist die Kommunikation über Reviews bei Euch direkter als über das Forum in einem Diskussionsthread?
Es ist unproblematischer. Man kann von der Geschichte mit einem Klick zu den Reviews wechseln, bzw. sofort welche schreiben. Es ist nicht nötig, erst nach einem Diskussionsthread zu suchen, ans Ende zu scrollen und dann noch bestrebt sein zu müssen, im Kontext der letzten Beiträge zu bleiben. Ein Review bezieht sich immer auf die Geschichte, bzw. das aktuell ausgewählte Kapitel. Auf Meinungen anderer Reviewer kann man zwar eingehen, aber in erster Linie ist es etwas zwischen Autor und Reviewschreiber. Direkt eben.

Ihr unterstützt den Fangeschichten-Wettbewerb „Perry Rhodan reloaded“. 
In welcher Weise?
Wir haben in den auf der Hauptseite verlinkten Blogs über den Wettbewerb berichtet und darüber hinaus den teilnehmenden Autoren eine Möglichkeit eingerichtet, ihre Geschichten bereits in der Entstehungsphase in einer Extrakategorie zu veröffentlichen.

Und wie ist bisher der Zuspruch? Sind bereits viele Geschichten eingegangen?
Bisher wurden 5 Geschichten für den Wettbewerb bei uns gepostet. Wir hoffen natürlich, daß es noch deutlich mehr werden.

Das hoffen wir aber auch mal. 
Helge, vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Olaf Funke

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