Ständige Reizüberflutung: Battle Los Angeles

World Invasion: Battle Los AngelesOkay, der Filmtitel ist eindeutig und ich hätte gewarnt sein müssen. Zwei Stunden lang flogen mir im Kino die Querschläger um die Ohren, hämmerten die Maschinengewehre und explodierten die Raketen und Granaten. Im modernen Multiplex mit sauber ausgesteuerter Soundanlage macht das sogar eine Weile Spaß. Ein bisschen mehr als ein Werbefilm fürs US-Militär hätte es dann aber doch sein dürfen. Etwa ab der Hälfte des lärmenden Spektakels (wenn man endlich weiß, wie die fiesen Aliens aussehen), sorgt die ständige Reizüberflutung nur noch für Langeweile. Was bleibt, ist ein Ego-Shooter in Spielfilmlänge, der sich selbst viel zu ernst nimmt, vor Pathos trieft und dadurch eher lächerlich wirkt. Leider lässt die Schlusssequenz und der dort bedeutungsschwanger gesprochene Satz »Jetzt holen wir uns Los Angeles zurück« darauf schließen, dass die sinnfreie Klopperei mit den Außerirdischen (über deren Motive und Herkunft man übrigens kaum etwas erfährt) demnächst in die zweite Runde geht. Dann allerdings ohne mich im Kinosessel.

Rüdiger Schäfer

»World Invasion: Battle Los Angeles«
SF-Action
116 min.
FSK 16

 

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