„Alcatraz“ – Mit J. J. Abrams zurück auf die Insel

J. J. Abrams' AlcatrazJ. J. Abrams ist bereits zu Lebzeiten eine Legende. Es scheint fast so, als könne der Mann, der Serien wie »LOST«, »Alias« und »Fringe« aus der Taufe hob, der für Blockbuster wie »Armageddon« (1998) oder »Mission: Impossible III« (2006) verantwortlich zeichnete und der dem schwächelnden Star Trek-Franchise mit einem spektakulären Relaunch 2009 neues Leben einhauchte, einfach alles anfassen, und es wird augenblicklich zu Gold.

Neben seinen aktuellen Projekten »Super 8« (siehe FO 263), »Mission Impossible – Ghost Protocol« (startet Weihnachten) und dem 12. Star Trek-Kinofilm, wird Mitte 2012 auf FOX eine neue TV-Serie starten, von der es seit Mai einen ersten und äußerst vielversprechenden Trailer gibt. Der Pilotfilm von »Alcatraz« beginnt Anfang der 1960er Jahre. Das Hochsicherheitsgefängnis auf der Insel Alcatraz (übrigens der spanische Name für den dort einst heimischen Braunpelikan) mitten in der Bucht von San Francisco, gilt als ausbruchssicher. Deshalb verwundert es nicht, dass das spurlose Verschwinden von gut 20 Gefangenen und Wärtern streng geheim gehalten wird. Im Jahr 2011 kehren die Vermissten jedoch ebenso plötzlich und unerwartet zurück. Ermittlerin Rebecca Madsen (Sarah Jones) und der Alcatraz-Experte Dr. Diego Soto (Jorge Garcia, spielte den Hurley in »LOST«) nehmen ihre Ermittlungen in dem längst zur Touristenattraktion gewordenen ehemaligen Gefängnis auf.

J. J. Abrams' Alcatraz

Der offizielle Trailer verrät wenig, doch Parallelen zu der zwischen 2004 und 2007 ausgestrahlten SF-Serie »The 4400« von René Echevarria und Scott Peters sind unübersehbar. Auch dort kehrten in der Vergangenheit verschwundene Menschen nach teilweise vielen Jahrzehnten in die Gegenwart zurück. J. J. Abrams konzentriert sich in »Alacatraz« allerdings auf einen sehr überschaubaren Personenkreis. Mit Sam Neill (einem meiner absoluten Lieblingsschauspieler) wird zudem einer aus der Riege der ganz Großen dabeisein. Der 64-jährige mimt Emerson Hauser, den Kopf einer mysteriösen Regierungsorganisation, was zwar sehr nach Klischee klingt, aber wohl einfach zu dieser Art TV-Show dazugehört.

Nach seiner schon nach 11 Folgen von NBC brutal abgesetzten Agentenserie »Undercovers« (die letzten beiden Episoden wurden gar nicht mehr gesendet), kehrt Abrams also wieder auf eine Insel zurück. Im offiziellen Pressetext nennt FOX das Projekt eine erfrischende, neue Thriller-Serie mit dem Schwerpunkt auf Amerikas berüchtigtstes Gefängnis und dem Zuhause der national meistgesuchten und allbekannten Mörder, Vergewaltiger, Entführer und Diebe. Ob »Alcatraz« allerdings mit »LOST« mithalten und die hohen Erwartungen erfüllen kann, bleibt abzuwarten.

Rüdiger Schäfer

 

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