Frankenstein lebt

Frankenstein PosterDer erstmals 1818 veröffentlichte Roman »Frankenstein Or The Modern Prometheus« der britischen Schriftstellerin Mary Shelley, gilt allgemein als der Startschuss für das bis dahin nicht existente Genre der Science Fiction. Die Geschichte um den jungen Schweizer Viktor Frankenstein, der an der damals sehr renommierten Universität Ingolstadt einen künstlichen Menschen erschaffen will, wurde seit damals mehrfach verfilmt und für das Medium TV angepasst. Nun scheint es so, als sei eine neue Welle von Frankenstein-Adaptionen im Anrollen.

David Auburn, immerhin Pulitzer-Preisträger, schreibt derzeit an einem Drehbuch für die Kinoversion des Romans »The Casebook Of Victor Frankenstein« von Peter Ackroyd. Das Buch erzählt die Jugend Frankensteins als Student, ist also praktisch als Prequel zu Shelleys Roman zu verstehen. Die Autorin taucht in Ackroyds Werk übrigens als handelnde Person auf. Produziert wird der Film von Sam Raimi und Rob Taperts.

Universal werkelt dagegen bereits an einem Remake des Schwarzweiß-Klassikers »Frankenstein« von James Whale (1931). Der Streifen brachte damals Boris Karloff den Durchbruch als Schauspieler. Diesmal will sich Guillermo del Toro (»Hellboy«, »Pan’s Labyrinth«) an dem großen Stoff versuchen.

Die Macher der erfolgreichen Vampirsaga »Twilight« nach den Büchern von Stephenie Meyer planen gemeinsam mit Columbia Pictures ein neues Projekts namens »This Dark Endeavor: The Apprenticeship of Victor Frankenstein«. Das gleichnamige Buch von Kenneth Oppel erscheint Ende des Jahres. In diesem muss Viktor Frankenstein seinen Zwillingsbruder Konrad retten, der schwer erkrankt ist. Mit Hilfe eines greisen Alchemisten begibt er sich auf die Suche nach einem seltenen Elixier.

Kaum Informationen sind zu einem weiteren Projekt von Columbia und Produzent Matt Tomach zu finden. Auch dieser Film soll schlicht »Frankenstein« heißen und die klassische Geschichte werknah nacherzählen.

Wer dann noch immer nicht genug hat, darf sich auf »Wake The Dead« freuen, ein Streifen, der von Saul Hudson (bekannt unter dem Pseudonym Slash als Gittarist der Gun’s Roses) und Scout Productions vorbereitet wird. Verfilmt werden soll der gleichnamige Comic-Roman von Steve Niles (hat unter anderem »30 Days Of Night« geschrieben) aus dem Jahr 2004, der das Frankenstein-Thema modern interpretiert.

Und schließlich ist da noch Danny Boyle (»Trainspotting«, »28 Days Later«), der schon seit längerem von einer Bühnenversion von »Frankenstein« träumt …

Wie viele der oben genannten Projekte tatsächlich Wirklichkeit werden, ist schwer zu sagen. Offenbar scheint sich der jahrelange Hype um Zombies und Vampire aber ein wenig abzuschwächen. Ob daraus ein Trend wird, bleibt abzuwarten.

Rüdiger Schäfer

 

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