Blutig grundsolide – „Red Riding Hood“

Red Riding HoodNach Comics, Video- und Brettspielen hat sich die Traumfabrik Hollywood in ihrer unersättlichen Suche nach guten Geschichten nun auch der Märchen bemächtigt, denn hinter »Red Riding Hood« verbirgt sich natürlich das altbekannte Rotkäppchen inklusive des zugehörigen bösen Wolfs. Und selbstverständlich hat man die etwas altbackene Originalstory auf die Anforderungen eines modernen Fantasy-Thrillers zurechtgezimmert.

Also: Die ebenso junge wie hübsche Valerie liebt den ebenso gut gebauten wie armen Holzfäller Peter, ist aber dem Sohn des reichen Schmieds Adrien versprochen. Die drei leben irgendwo am Ende der Welt in einem mittelalterlichen Dorf namens Daggerhorn, das jeden Winter von einem grauseligen Werwolf heimgesucht wird. Als das gemeine Biest Valeries Schwester tötet, ruft man den passionierten Werwolf-Jäger Pater Salomon (Gary Oldman in Bestform) zu Hilfe, und die dramatische Geschichte nimmt ihren blutigen Lauf.

Regisseurin Catherine Hardwicke (»Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen«) macht ihre Sache gut und liefert einen grundsoliden und durchaus spannenden Streifen ab. Die Bilder sind eindrucksvoll, auch wenn der computeranimierte Wolf für meinen Geschmack zu klar als Kunstgeschöpf zu erkennen ist. Die diversen Anspielungen auf das Grimm-Märchen sind klug und witzig in den Film eingebaut ohne albern zu wirken. Und wie schon kurz erwähnt, ist allein Gary Oldman als besessener Wolfskiller das Eintrittsgeld wert.

Fazit: Fantasy- und Märchen-Fans gehen noch schnell ins Kino oder besorgen sich im September die DVD/Blu-ray. Alle anderen dürfen ruhig einen Blick riskieren; vielleicht sind sie positiv überrascht.

Rüdiger Schäfer

»Red Riding Hood«
Kino
Horror/Fantasy
100 min.
FSK 16

 

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