Launiger Fernsehabend: „Paul – Ein Alien auf der Flucht“

Paul - Ein Alien auf der FluchtSimon Pegg ist ein begnadeter Komiker und Autor, was er nicht zuletzt mit den beiden grandiosen Komödien »Shaun Of The Dead« (2004) und »Hot Fuzz« (2007) gezeigt hat. Auch Nick Frost, seinen kongenialen britischen Landsmann und Schauspielkollegen mag ich sehr. Das Duo war also ein durchaus legitimer Grund, es mit einem Film zu versuchen, dessen Titel und Handlung eher an eine jener ungezählten mittelmäßigen Teenie-Komödien aus der Hollywood-Massenproduktion erinnert.

Graeme (Pegg) und Clive (Frost) sind zwei Science Fiction-Nerds wie sie sich der unbedarfte Normalterraner vorstellt: ein bisschen verrückt, ein bisschen ungepflegt, kindlich im Gemüt und bereit, ihrem geliebten Hobby alles andere unterzuordnen. Aus England über den großen Teich gekommen, besuchen sie zunächst die bekannte Comic-Con in San Diego und starten dann per Wohnmobil einen Road Trip zu den bekanntesten amerikanischen Orten, die mit der Sichtung von Aliens in Verbindung gebracht werden. Es kommt, wie es kommen muss: Sie treffen tatsächlich auf einen leibhaftigen Außerirdischen. Er nennt sich Paul, ist 60 Jahre zuvor mit seinem Raumschiff auf der Erde abgestürzt und wurde seitdem in einem geheimen Militärstützpunkt gefangen gehalten. Nun ist ihm die Flucht gelungen und er bittet das skurrile Pärchen um Hilfe. Angeblich hat er seine Volksgenossen bereits verständigt und die holen ihn in Kürze mit dem Raumschiff ab.

Das Positive zuerst: Der Film hat seine Momente. Jetzt zum Negativen: Leider sind es nicht sehr viele. Viel zu schnell versackt die Handlung in Albernheiten und peinlicher Sprücheklopferei. Dabei ist die Idee an sich gar nicht schlecht und die Szene, in der Paul mit Filmlegende Steven Spielberg (der sich selbst spielt) über dessen neue Projekte diskutiert, ist sogar richtig witzig. Auf solche Höhepunkte muss man jedoch leider viel zu lange warten. Für einen launigen Kumpel-Abend vor dem Flachbild-TV mit SF-interessierten Freunden und viel Bier, ist der Streifen allemal einen Blick wert. Ins Kino braucht man dafür nicht zu gehen.

Rüdiger Schäfer

»Paul – Ein Alien auf der Flucht«
Kino, SF-Komödie
104 min.
FSK 12

 

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