Laut, plump und witzig: „Drive Angry“

Nicholas Cage

Nicholas Cage in „Drive Angry“

Angeblich hat Nicolas Cage Geldprobleme. Das erklärt immerhin seinen hohen Ausstoß an Filmen. In »Drive Angry« spielt er John Milton, einen knallharten Kriminellen, der aus der Hölle ausbricht, um den Tod seiner Tochter zu rächen. Diese wurde von Sektenführer Jonah King ermordet, um an ihr Kind, Miltons Enkeltochter, heranzukommen. Das möchte der Satanist nun in einem passenden Ritual opfern, um die Hölle auf die Erde zu holen.

Stimmt, die Story ist tatsächlich so dämlich wie sie sich anhört, aber das ist bei Horrorstreifen schon beinahe die Regel. Dafür stimmt alles andere – sofern man das Genre mag. Cage ist geradezu übermenschlich cool, seine weibliche Begleiterin Piper (Amber Heard) übermenschlich sexy und ansonsten kracht und scheppert es an allen Ecken und Enden. Außerdem brilliert William Fichtner, der mich schon in der TV-Serie »Prison Break« begeistert hat, als Der Buchhalter, eine Art Assistent des Teufels, der Milton wieder in die Hölle zurück holen soll.

»Drive Angry« ist laut, plump und manchmal richtig witzig. Nichts für zarte Gemüter, aber in seiner temporeichen und harten Art genau das Richtige, um komplett abzuschalten. Und letztlich spielt keiner einen kaputten Typen so gut wie Cage.

Der Film erscheint in Deutschland erfreulicherweise ungeschnitten und zusätzlich als 3D-Blu-Ray. Die Extras sind eher banal und nicht weiter erwähnenswert.

Rüdiger Schäfer

»Drive Angry«
Blu-Ray
Horror, 104 min., FSK 18

 

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