Humor von der Stange: „Fright Night“ (2011)

„Fright Night“ PosterDas 1985 von Tom Holland gedrehte Original gehört sicher zu den witzigsten Horrorkomödien der letzten 50 Jahre, und allein Roddy McDowall (1928-1998) als hasenfüßiger Vampirkiller Peter Vincent ist für Genrefans längst Kult. Insofern hatte ich doch eher gemischte Gefühle, als ich für das Remake von Newcomer Craig Gillespie in den Kinosessel sank. Ehrlich gesagt war ich in der Hauptsache an David »Dr. Who« Tennant interessiert, der diesmal die Rolle des Peter Vincent übernommen hatte. Zumindest in dieser Hinsicht sollte ich nicht enttäuscht werden.

Beginnen wir mit dem Positiven: Wer die Vorlage nicht kennt, dürfte sich gut unterhalten. Die Handlung wurde praktisch eins zu eins übernommen. Charly Brewster (Anton Yelchin), ein typischer amerikanischer Durchschnitts-Teenager, bemerkt, dass eine Reihe von Schulkameraden spurlos verschwunden sind. Schnell kommt der Verdacht auf, dass sein geheimnisvoller Nachbar Jerry Dandrige (Colin Farrell) etwas mit der Sache zu tun hat – und tatsächlich entpuppt sich dieser schon sehr bald als Vampir.

Von da an geht die Story ihren gewohnten Gang, und Charly und seine Freundin Amy landen schließlich bei Peter Vincent. Der Bühnenmagier, der in Las Vegas eine Vampirshow aufführt und sich selbst als ultimater Experte in Sachen Blutsauger inszeniert, entpuppt sich zunächst als ziemlich heruntergekommener Möchtegern-Star. Nach den üblichen Verwirrungen nimmt man dann aber doch gemeinsam den Kampf gegen Jerry auf.

Wie gesagt: Wer das Original nicht kennt, dürfte sich amüsieren. David Tennant erinnert in der Anlage seiner Rolle zwar sehr an den »Doctor«, der ihn berühmt machte, ist aber trotzdem – oder gerade deshalb – das Eintrittsgeld wert. Der Rest sind ein paar hübsche Effekte, Humor von der Stange und ein Film, der nicht allzu lange in der Erinnerung haften bleiben dürfte. Ich bin ehrlich: Ich habe durchaus schon schlechtere Remakes gesehen.

Wer will, kann sich ab dem 9. Februar die DVD oder die Blu-ray holen. Wer dagegen besseres zu tun hat, versäumt nicht allzu viel.

Rüdiger Schäfer

»Fright Night«
Kino, Horrorkomödie
106 min.
FSK 16

 

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