Name verbrannt: John Asht

screenshot BücherzeitIn der Kopfzeile begrüßt er sie noch, in seinem Blogpost vom 20. Januar jedoch verdammt John Asht die Kritiker – jedenfalls eine spezielle Kritikerin, nämlich Myriel von der „Bücherzeit“, die seine „Zwillingsbrut“ nicht zu Ende lesen konnte und darüber hat sie am 16. November 2011 auch geschrieben:

Bei meinem ersten Versuch mit diesem Buch habe ich es nicht mal bis Seite 30 geschafft, beim zweiten Anlauf immerhin bis Seite 90. Einen Dritten wird es nicht geben. Denn auf diesen Seiten sind mir schon so viele Dinge aufgefallen und haben mir quer im Magen gelegen, so dass ich gar nicht erst wissen möchte, wie es weiter geht.

Der gescholtene Autor meldet sich vier Wochen später, am 17. Dezember, mit einem Kommentar zu Wort – bis dahin hatte niemand den kurzen Post eines Kommentars für würdig befunden. John Asht kurz nach Mitternacht:

Na ja, von einer 23-jährigen Fantasy-Leserin, die mit gehobener Literatur überhaupt nichts anfangen kann, erwarte ich auch nicht mehr als eine solch’ unqualifizierte Pseudo-Rezi.
Mädel, schreib’s dir hinter die Ohren: Phantastische Literatur ist nicht „Fantasy“.
Also, tu uns allen einen Gefallen und bleib bei deinen Zwergen und Elfen – für mehr reichts nicht!

Etwas aber hat ihm keine Ruhe gelassen. Drei Stunden und vierzig Minuten später ruft er die monierte Rezension wieder auf und hinterläßt einen zweiten markigen Kommentar:

… außerdem werde ich „Myriel“ und „Bücherzeit“ von meinem Rechtsanwalt gerichtlich ahnden lassen – denn mir sieht diese Einrichtung sehr suspekt aus – etwa so, wie von gewissen Leuten bezahlt, um einem Autor zu vernichten. Das wird teuer, Lady!

Bei Tageslicht folgt ihm seine Verlegerin, Antje Roder, Inhaberin des Roder-Verlages aus Erlangen, die in langen Sätzen die mangelnde Professionalität der Rezensentin beklagt. Tags drauf wirft sie der Bloggerin „Wirtschaftskriminalität“ vor und kündigt an, gerichtlich gegen sie vorzugehen:

Überlegen Sie sich, was für Konsequenzen das alles für Sie haben wird. Das Recht ist auf unserer Seite!

Myriel bleibt gelassen und schickt gleich ihre Postadresse an Frau Roder – schließlich sollen die Schriftsätze ja auch ankommen.

Blog John Asht 20.1.2012

Und nun John Ashts Replik vom 20. Januar. Da ist von einer „gescheiterten Möchtegernautorin“ die Rede und von „Lady Oberschlau“. Asht schildert den Hergang – man fühlt sich an Verschwörungstheorien erinnert – und freut sich schließlich:

Demonstrativ schickt die pseudo-erpresserische Rezensentin ihre Postanschrift zu – womöglich in der Hoffnung dass da nun bald ein schönes Paket mit Geschenken und vielleicht auch einem Geldumschlag eintrudelt. Stattdessen aber bekommt sie eine Anzeige wegen Verstoßes gegen § 15 UWG “Geschäftlicher Verleumdung”.

Abseits aller Gedankenspiele um Geschäftsschädigung halte ich es für eine gute Idee, daß sich herausgeforderte Autoren mit dem Ratschlag auseinandersetzen, niemals mit enttäuschten Lesern in den Clinch zu gehen. Darüber, ob das ein guter Rat ist, kann man trefflich streiten, denn es gibt sicher Fälle, da man antworten muß.

Was Asht da macht, ist jedoch schwach, voller Brüllaffenrhetorik, unter der Gürtellinie. Ein wenig Selbstreflektion lohnt sich immer. Ich kenne sein Œuvre nicht, enthalte mich also jeglichen Kommentars, was sein literarisches Vermögen angeht, aber nach seinen polternden Kommentaren und nun dem Post in seinem Blog hat er mir die Entscheidung ganz enorm erleichtert: Dieser Name wird niemals auf meiner persönlichen Leseliste auftauchen, noch werde ich jemals einen seiner Titel unseren Rezensenten anbieten. Weil er schlicht nicht satisfaktionsfähig ist.

Ob man ein Werk wirklich ganz gelesen haben muß, um eine Besprechung veröffentlichen zu dürfen? Ein sehr schmales Brett, auf dem er da wandelt. Ein privater Blog ist kein Wettbewerber und auch kein Marktteilnehmer. Das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG) greift hier schlicht nicht. Aber da sollte uns eine professionelle Meinung mehr interessieren als die eines gekränkten Autoren.

Wir hatten den Fall auch schon, daß ein Werk schlicht unlesbar war. Das wurde ehrlich dokumentiert und von dem betroffenen Autoren im Netz mit persönlichen Angriffen auf die Rezensentin beantwortet. Daraufhin habe ich es selbst gelesen und eine sehr lange Besprechung verfaßt, mich dann aber dafür entschieden, die ursprüngliche im Netz zu lassen, obwohl sie sich auf ein nicht fertig gelesenes Werk bezog – einfach, weil es ein authentischer Leseeindruck war. Eine ausführliche, absatzweise Werkkritik wäre mir da vorgekommen wie die sprichwörtlichen Perlen vor die Säue …

Kurz zusammengefaßt: Autoren, die fechten können, finde ich toll. Solange sie für sich nicht beanspruchen, die alleinseligmachende Wahrheit zu kennen. Sollte „John Asht“ kein Pseudonym sein, wird es Zeit, sich eines zu suchen …

Manfred Müller

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screenshot Bücherzeit

 

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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43 Antworten auf Name verbrannt: John Asht

  1. Rüdiger sagt:

    Herrlich! Manche “Autoren” sind sich wirklich für nichts zu schade, wobei ich nicht völlig ausschließen will, dass hinter dem ganzen Kindergarten eine kleine Marketingaktion steckt. Um die Werke von Herrn Asht werde aber auch ich in Zukunft einen großen Bogen machen. Wer keine Kritik (auch vermeintlich ungerechte) vertragen kann, sollte seine Texte eben nicht veröffentlichen!

  2. Lizzy sagt:

    Ich verfolge die Angelegenheit auch schon eine Weile und bin jedes Mal aufs Neue schockiert, wie wenig Selbstreflektion und Anstand dieser “Schriftsteller” an den Tag legt. Er macht sich lächerlich und sämtliche Literaturblogger pauschal als Erpresser und Nichtskönner zu betiteln, wird seine Verkaufszahlen ebenso wenig in die Höhe treiben wie die Zahl positiver Kritiken. Schlimmer ist nur, wie sich diese “Verlegerin” gebährdet. Beide haben etwas geschafft, was nicht vielen glückt, sie haben sich hausgemacht zum Gespött der Blogosphäre gemacht.

  3. RoM sagt:

    Beeindruckendes unter der Rubrik Realsatire. Selbst wenn eine Kritik Mängel aufweisen sollte und der Autor sich zu einer Replik veranlaßt sieht, sollten Umgangsformen gepflegt sein. Ein freundlicher, vielleicht ironischer Hinweis birgt mehr Potential als Genöhle über den Marktplatz der Eitelkeiten hinweg.

  4. Tatjana sagt:

    Am schönsten fand ich, dass er erzählte, sein Buch verkaufe sich gut seit der Kritik. Amazon sagt: 0 Verkäufe jemals.

  5. Colin sagt:

    Eine veröffentlichte Rezension ist nämlich eine ernstzunehmende Literaturkritik und daher eine konkrete Leserempfehlung – es geht also um Absatzmärkte, um den Verkauf eines Produktes und schließlich um Arbeitsplätze. Sobald eine Rezension veröffentlicht ist, untersteht sie nur dann dem Schutze der freien Meinungsäußerung, insofern sie zutreffend fundiert und objektiv analysiert ist – vor allem aber muss der Rezensent das gesamte Werk von der ersten bis zur letzten Seite gelesen haben. Ansonsten spricht man von gezielter Geschäftsschädigung wider besseren Wissens. Das ist kriminell und wird vom Gesetz geahndet sowie von der Staatsanwaltschaft vor Gericht gebracht, nach UWG (Unlauterer Wettbewerb Gesetz)

    Öhm…ich *muss* etwas bis zuletzt Lesen bevor ich sagen darf dass mir das nicht gefällt? Ist klar.

  6. Die juristische Verwirrung ist sicher der Aufregung geschuldet. Zum Beispiel regelt § 15 UWG die Einrichtung und den Betrieb von „Einigungsstellen“ – aufgrund eines solchen Gesetzesparagraphen kann niemand Anzeige erstatten.

    Überdies landen Verstöße gegen dieses Gesetz nur selten bei der Staatsanwaltschaft, weil es sich hier um Zivilrecht handelt. Bevor es hier überhaupt gerichtlich zur Sache geht, treten erst einmal die Marktteilnehmer selber in Aktion: Wettbewerber, Wettbewerbsvereine, Kammern, die o.g. Einigungsstellen. Lediglich in vier Paragraphen gibt es Straftatbestände: Irreführung durch unwahre Angaben, Schneeballsysteme, Geheimnisverrat (einschließlich Verleiten und Erbieten hierzu) und Vorlagenmissbrauch.
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_gegen_den_unlauteren_Wettbewerb)

    Vielleicht hat John Asht bei der Rechtsberatung nicht aufmerksam zugehört. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um bloße Drohkulisse. Ich denke, ihm ist nichts besseres eingefallen …

  7. Horst von Allwörden sagt:

    Widerspruch in einem Punkt: Es gibt keine Rezension mit der ich mich als Autor auseinandersetzen muss. Wieso, zu welchem Behuf? Ich habe im Übrigen die Verrisse zu meinen Werken, die ich allein oder im Duett geschrieben habe, mit Vergnügen gelesen und war davon (ohne jede Ironie) oft beeindruckt wie unterschiedlich man ein Buch wahrnehmen kann. Aber in keinem der Fälle war da ein Muss, mich mit den Rezis auseinanderzusetzen. Und ich ehe auch keinerlei Gründe, eben dies zu tun.

  8. Pingback: John Asht: „Abnormale Typen rangeln sich hinterfotzig an die Macht“ | mueller:manfred

  9. Denkbar ist doch der Fall, daß eine Kritik einen Text in einem sensiblen Punkt mutwillig mißversteht. Bevor das zu seelischen Krämpfen führt, sollte der Autor abwägen, ob es nicht besser wäre, Druck abzulassen. So war das gemeint.

    Eine Verpflichtung zur Reaktion besteht natürlich niemals.

  10. Vanades sagt:

    Wenn ein Autor wirklich Druck ablassen will oder muss, dass ist es immer noch am einfachsten eine lange Mail zu schreiben, sie wirklich auszutoben und die dann in den Entwürfeordner abzuspeichern, eine oder auch mehrere Nächte drüber schlafen, nochmal lesen und dann löschen. Ganz altmodisch könnte man sich auch in einem Tagebuch aus Papier abregen.

    Ich finde Horst von Allwördens Einstellung sehr gut. Es besteht auch immer noch die Möglichkeit, dass man aus einer negativen Besprechung sogar noch was lernen kann.

    Und im Endeffekt sollte jeder Autor überlegen, wie er dadurch wirkt. Herr Asht geistert jetzt durch die Blogs und ist als Marke ‘John Asht’ eigentlich nicht mehr zu vermarkten. Derartige Ausfälle können sich im Endeffekt nur Bestsellerautoren mit einer großen Fangemeinde leisten.

  11. Auch Prominente sollten Fingerspitzengefühl beweisen, wie das Beispiel von Frank Miller zeigt, der jüngst die #OccupyWallStreet-Bewegung übel beschimpfte und jetzt als Comickünstler eigentlich nicht mehr sammelbar ist.

  12. YeRainbow sagt:

    Soweit ich weiß, ist “John Asht” ein Pseudonym.
    Sicher für ihn ein leichtes, sich ein neues zu suchen. Wie wärs mit “Heinz Richtig”?
    “Karl Passend”? “Moritz Fein”?

    Nur mal so laut gedacht.

  13. Feenfeuer sagt:

    Wenn sich da mal nicht eine literarische Randerscheinung gerade selber “eingeasht” hat.

  14. Nina sagt:

    Ich kann beide Seite verstehen – immerhin habe ich damit auch genug Erfahrungen gemacht. Als Autorin und Rezensentin. Als Rezensentin haben mir auch immer wieder mal Autoren/Herausgeber geschrieben und oft sogar welche, die sehr gut “weggekommen” sind, die dann damit ankamen, ich hätte doch diesen oder jenen Aspekt nicht verstanden oder man hätte sich gewünscht, dass … und am besten sollte ich dann alles umschreiben. Und so kann man dann auch nicht arbeiten, schließlich schildert man sein Leseerlebnis und sonst nichts. Umgekehrt habe ich mich natürlich auch oft über Rezensenten geärgert, vor allem, wenn man tatsächlich merkt, dass derjenige wohl nur sehr flüchtig gelesen hat. Mich haben auch schon PMs in Foren, so ungefähr: “Hast Du schon gesehen …?” und der Hinweis auf kritische Worte erreicht. Ja, habe ich. Aber es ist als Autor auch nicht unbedingt “gesund”, sich mit allem öffentlich auseinanderzusetzen, eben weil man hier emotional auch sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Lesen ja, Information ist immer gut, aber letztendlich muss einem klar sein, dass hier Leser ihre Meinung austauschen. Es ist kein persönlicher Angriff auf den Autor als Person. (Zumindest meistens nicht, problematisch wird es natürlich, wenn jemand, der sozusagen “dasselbe in Grün” macht, dann sehr harte Worte für das Werk eines anderen findet.) Umgekehrt soll aber mir als Autorin nicht dauernd wer erzählen, man können aus Rezensionen was lernen! Dazu sind sie einfach zu oberflächlich-leserorientiert (natürlich müssen sie das sein, ober will man als Leser eine 20-seitige Abhandlung zu einem dünnen Büchlein lesen, bevor man es kauft oder sein lässt?), es gibt auch einige Grundregeln, wie z.B. das Ende nicht zu verraten, sodass sich der tatsächlich anwendbare Nutzen für den Autor dann im Normalfall im “homöopathischen Bereich” bewegen dürfte. Für den Rest ist das Lektorat zuständig. Aber das ist O.K. Rezensionen sind nun mal nicht dazu da, den Autor zu belehren, sondern um potentielle Leser zu informieren. Es gibt nun mal keine “eierlegende Wollmilchsau”, auch nicht im Textbereich. Ob nun Rezension oder gleich ein ganzes Buch, nicht alles ist für alle gedacht.

  15. Elena sagt:

    Wie ich in meinen Blog schon anmerkte vor einiger Zeit, ist auch faszinierend, wie viele andere Rezensionen die Rezensenten auf Amazon schon veröffentlicht haben. Ein Schelm, der Böses denkt …

    Ansonsten sollte jemand den armen Herrn noch verraten, dass eine Veröffentlichung gar nicht so schwer ist. Bloß in einem renommierten Verlag veröffentlicht zu werden – DAS ist die wahre Kunst.

  16. Susi sagt:

    Witzigkeit kennt keine Grenzen.

    Man sollte meinen, es sei ein schlechter Scherz, was der Herr da von sich gegeben hat. Zumal… 2 Monate später rollt er das Ganze noch auf, wohl in der Hoffnung auf Resonanz, Verkäufe, Umsatz?

    Dass er sich damit selbst ins AUS geschossen hat, das hat er wohl verpeilt. Nunja, sein FB Profil sagt ein übriges…

  17. Pingback: Ein Blog, ein Buch, eine Rezension und die Kunst mit Kritik umgehen zu können | konsensor.de

  18. Alexander Vollmer sagt:

    Das ist die Vielfalt der Menschen, warum soll es keine Autoren geben, die auf Kritik wie Trolle reagieren? Autoren sind per se keine besseren oder schlechteren Menschen und haben mit der gleichen Wahrscheinlichkeit wie jeder andere auch psychische oder andere persönliche Probleme.

    Manche haben auch eine zu egozentrische oder megalomanische Weltsicht um zu erkennen, dass 80% der Menschen ihr Werk gar nicht lesen können weil es nicht in die entsprechende Sprache übersetzt wird, die restlichen 20% sind ebenfalls so vielschichtig, dass die Interessen und Lesepräferenzen nur von einer kleinen Zahl Autoren bedient wird. Kritiker und Rezensenten sind die Trüffelschweine der Leser, sie suchen, graben, schnuppern und entscheiden nach persönlichem Geschmack und individueller Einschätzung. Decken sich diese mit der des Lesers wird sich dieser an den entsprechenden Empfehlungen orientieren, wenn dem nicht so ist wird er anderen Besprechungen den Vorzug geben.

    Autoren müssen froh sein, wenn Leser einen passenden Rezensenten oder Kritiker finden und damit Buchempfehlungen, die passen und zur Lesefreude führen. Andernfalls würde der Lesespaß an sich gefährdet werden und das würde dem Buchmarkt insgesamt schaden. Damit muss es zu jedem Buch auch immer abwertende Besprechungen geben, die ungeeignete Leser vom Konsum abhält. Gerade in der phantastischen Literatur gibt es vielfältige Stile und Sujets, die nicht für jeden Leserkreis geeignet sind und eine negative Einstufung bedeutet dann immer, dass das Werk für den vom Rezensenten angesprochenen Leserkreis ebenfalls nicht geschätzt würde. Das verhindert Enttäuschungen und dass die Leserschaft beim nächsten Mal ihr Geld lieber für ein Essen oder einen Saunabesuch ausgibt um Entspannung zu suchen.

  19. Pingback: Wöchentliche Träumereien #3 - Leseträume - Flüsternde Lettern ferner Welten

  20. Ute sagt:

    @Colin Dochdoch. Das ist wie im Restaurant. Da dürfen Sie den Teller mit der versalzenen Suppe bestimmt auch erst dann zurückgehen lassen, wenn sie ihn leergegessen haben. Und auch nur dann dürfen Sie Ihren Freunden von Ihrem Essen in jenem Restaurant erzählen. Und wehe, Sie erzählen denen, daß die Suppe so versalzen war, daß Sie sie nicht aufgegessen haben. Dann kommt der Inhaber und verklagt Sie. *g*

    http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/goettingen/pizzabaecker-muss-knast-1561624.html

  21. Ute sagt:

    ROTFL!

    “Nachtrag:
    Was diese rücksichtslosen Wichtigtuer(innen) nicht wissen, ist, dass so mancher Kleinverleger sein ganzes Hab und Gut als Sicherheit bei der Bank hypothekiert hat, nur um einige ausgewählte Manuskripte zu Büchern zu machen, in der Hoffnung, dass ein Broterwerb daraus enstehe, für ihn und seine Autoren.”
    (J. Asht, Blogeintrag)

    Mimimimi! Au weia, tut das weh…

  22. Dieter Fröhling sagt:

    Mal dumm gefragt, hab ich da irgendwas verpasst? Der Leseprobe bei Amazon hab ich entnommen, das können andere besser – verschwurbelt schreiben – und der Schreibstil is so meins nicht. Ich kaufe es wohl wirklich niemals nicht, nein.

  23. Mac sagt:

    Ein gewisser John Asht schreibt auf seinem Blog:

    “Das höchste Gut einer Demokratie ist die Meinungsfreiheit. Stirbt sie, stirbt auch die Demokratie.”

    Und weiter:

    “Liebe Freunde, wenn die Perle unseres Gewissens, die Meinungsfreiheit stirbt, wird es eiskalt in den Herzen, und Finsternis zieht auf in den Gemütern – und die verzogenen Sprößlinge des Wohlstands werden jämmerlich ertrinken in einem Meer aus bitteren Tränen.”

    Na watt denn nu?

    Zitatquelle: http://john-asht.blogspot.com/2011/12/wieso.html

  24. Evil Asht sagt:

    EVIL ASHT is gonna get you!
    http://is.gd/ximezi

    :-D

  25. @ Lizzy
    Und Selbstreflexion ist so wichtig, wenn man schreibt. Schließlich kommen diese emotionalen Überschießer eben auch daher, dass man seinen eigenen Status als Autor zu wenig bedenkt.

    @ Nina
    Und trotzdem sollte sich jeder Autor um Leserführung bemühen, egal wie er sonst schreibt. Wie anders bekommt man denn sonst die Leser zum Lesen? Ein Max Frisch hat das genauso zu beherzigen wie ein Stephen King.

  26. Ich wär ja schon über Verrisse froh… ;-)

  27. F4ll_ouT sagt:

    Ihr Haufen Schafe frisst doch jeden Scheiss den man euch hinwirft. Angenommen der Author hat recht und ist Opfer einer Verschwörung, so seid ihr diejenigen die Opfer von Propaganda seid. Denn in Wirklichkeit hat keiner von euch irgend eine Ahnung wie das Buch ist. Das ist die absolute Wahrheit.

    Die größten Kritiker der Elche
    waren früher selber welche.

  28. x3Ray sagt:

    @F4ll_ouT: Niemand muss das Buch gelesen haben, um sich eine Meinung über das Gebahren verschiedener Personen bilden zu können…

  29. RoM sagt:

    Gelegentlich bleibt es die Alternative, sich einen Text durchzulesen bevor man/frau ihn auf die Reise schickt. Die Grammatik wird es einem danken…

  30. John Asht sagt:

    Hier scheint noch immer keiner begriffen zu haben, um was es eigentlich geht:
    Da hat ein unbekümmertes Frauchen eine Rezension von TWIN-PRYX in einem Rezensions-Blog veröffentlicht – dabei gibt sie auch noch dreist an, das Buch überhaupt nicht gelesen zu haben – lediglich 10% überfolgen (was ich sehr bezweifle). Fakt ist: Sie hat höchstens 9 Seiten gelesen und dann anhand des Klappentextes diesen Verriss meines 900-seitigen Mystery-Thrillers verfasst – und das auch noch fälschlicher Weise, in der Fantasy-Sparte (?). Dümmer gehts nümmer!

    Erste Leseeindrücke aber darf man nicht in Rezensionsblogs veröffentlichen – dafür bits andere Foren und Blogs. Außerdem darf man dann später diese Rezension nicht mehr nachschönen.

    Besonders Kritiker müssen Kritik einstecken können. Ich bin ein Kritiker der Kritiker geworden – vor allem der Möchtegernkritiker, die da mit erpresserischen Methoden auf Autoren und Verleger losgehen. Buchschnorrer! Solche Leser brauchen wir nicht, denn die kaufen nix und können uns gestohlen bleiben.

    Ich erfhare 100% Zuspruch seitens der seriösen Autoren und Verleger – auf Meinungen von Klugscheißern bin ich nicht angewiesen. Hauptsache, mein Plan ist aufgegangen – alles andere regelt jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft. Lest meinen aktualisierten Blog, dann wisst ihr mehr.

    [Die Redaktion: Auszug aus John Ashts Blog gelöscht – bitte dort lesen. URL siehe unten:]

    http://john-asht.blogspot.com/2012/01/literatur-kriminalitat-im-internet.html

  31. SRB sagt:

    Dann bin ich jetzt also kein seriöser Autor, sondern ein Klugscheißer. Mir auch recht.

  32. Tom Orgel sagt:

    Lieber Herr Asht,

    bitte, BITTE, hören Sie auf, zu behaupten, Sie würden für die seriösen Autoren und Verleger sprechen. Sie tun es nicht. Stattdessen lassen Sie genau diese Leute in einer unguten Zwickmühle von Amusement, Fremdschämen (ja, über Sie) und kopfschüttelndem Entsetzen zurück. Sprechen Sie meinetwegen für sich und Ihre Verlegerin (so diese das denn wirklich möchte), aber bitte lassen Sie uns aus dem Spiel! Das will von uns wirklich keiner.

    Deshalb dürfte es auch wirklich schwer möglich für Sie sein, “100% Zuspruch seitens der seriösen Autoren und Verleger” bekommen zu haben. Es sei denn natürlich, die Menge jener umfasst in Ihrer Welt lediglich Sie selbst und Ihre Verlegerin. Ansonsten entsprechen die 100% (ich wage die Prognose, dass sie auch eine relative Mehrheit) nachweislich nicht den Tatsachen.

    Anscheinend (vielleicht aber auch nur scheinbar) sind Sie es, der noch immer nicht begriffen hat, worum es geht.

    1. sind lediglich Sie es, die für Myriels Leseeindruck den Ausdruck ‘Rezension’ verwenden, nicht die Bloggerin selbst. Diese hingegen hat jedes Recht, einen solchen (oder auch eine Rezension der ersten 90 Seiten) auf ihrem privaten Bücherblog zu veröffentlichen. vor allem, wenn sie in klaren und höflichen Worten genau erklärt, warum sie zu diesem gekommen ist.
    Nein, man muss ein Buch nicht fertig gelesen haben, um deutlich zu sagen, warum man das nicht tun wird. Das tun Verleger und Lektoren (in den meisten Fällen zumindest) ebenfalls. Studierte wie unstudierte. Und zwar bei hoher Literatur ebenso wie bei Belletristik.

    2. Wenn ein Buch oder sonstiges Schriftstück es nicht schafft, auf den ersten paar Dutzend Seiten zu fesseln und zu überzeugen, dann stehen die Chancen mehr als hoch, dass es das auch weiter hinten nicht wird. Und wenn es auf den ersten Seiten massivste handwerkliche und sprachliche Schwächen aufweist (von denen des Lektorats und Korrektorats ganz zu schweigen), dann darf man es nicht nur, man muss das als Rezensent (Profi oder nicht) sagen. Und dann darf man aufhören.

    Es ist wie im Restaurant: Man muss die versalzene Suppe nicht bis zur Neige essen, wenn schon nach dem ersten Löffel klar ist, dass da etwas nicht stimmt. Myriel hat zur Sicherheit einen zweiten Löffel genommen. Dafür hat sie unsere Hochachtung. Ganz offensichtlich hat sie ihren Job gemacht. Im Gegensatz zu anderen Parteien in diesem Disput.

    3. Sie hingegen, lieber Herr Asht, sind nicht “Kritiker der Kritiker” geworden.
    Sie bezeichnen sich selbst als Journalist, lassen jedoch exakt das fehlen, was einen seriösen Journalisten und ernst zu nehmenden Kritiker ausmacht: Sie missachten die journalistische Sorgfaltspflicht. Sie ergehen sich in Unflätigkeiten, unbewiesenen Behauptungen, schlecht verschleierten Drohungen, klaren Beleidungungen, eindeutigen Falschaussagen und vor allem schlechter Recherche in diesem kompletten Disput.
    Das einzige, was Sie damit erreichen, ist eine Diskreditierung Ihrer selbst. Sie werfen ein schlechtes Licht auf seriöse Journalisten – und die meisten Fantasy-Autoren sind sehr froh darum, dass Sie selbst von sich sagen, keine Fantasy geschrieben zu haben. Erstens würden Sie Ihnen vermutlich zustimmen (denn SO schreibt man sicherlich keine Fantasy) und zweitens haben Sie sich selbst von ihnen abgerückt. So bleibt denen dieser Aufwand schon erspart.

    Also bitte, gehen Sie mit Ihren Sorgen und Nöten zu Polizei und Staatsanwaltschaft (diese Verwendung Ihrer Zeit bleibt Ihnen unbenommen), aber hören Sie auf, zu behaupten, Sie würden für uns sprechen. Das tun sie nämlich nicht. Nicht in dieser Realität.

    Lassen Sie es gut sein. Es war einige Zeit amüsant, dieses Schauspiel zu verfolgen, aber wir werden langsam alle müde. Außerdem wollen wir mal wieder ein Buch lesen. Vorzugsweise ein gutes.

    Nur als Vorschlag: Vielleicht sollten sie Ihre Zeit besser nutzen, als uns Unwürdigen Dinge zu erklären, die wir ohnehin nicht verstehen können. Mit derart viel Fleiß, Mühe, Engagement und Zeit müsste man doch so richtig gut an den Grundlagen des schriftstellerischen Handwerks, an Stil und einem grandiosen Plot arbeiten können.

    Schreiben Sie uns doch einfach ein gutes Buch. Wir freuen uns drauf.

  33. /aw/ sagt:

    Mir drängt sich der Verdacht auf, dass er das alles nur zu PR-Zwecken veranstaltet.

  34. Tom Orgel sagt:

    Nein, das denke ich nicht. SO ungeschickt kann einfach niemand sein, um das noch ernsthaft als gute PR zu erachten.

    Mach dir nichts draus, SRB, wenn seriöses Autorentum tatsächlich so aussieht, dann wollen wir das wohl auch gar nicht sein. So, ich geh mal lieber wieder was arbeiten. Pressetext. Fast wie richtige Journalisten. ;)

    PS: Einer der beliebteren Suchbegriffe auf Google derzeit (laut meiner Blog-Statistik):
    Google: \”asht\” \”beleidigte leberwurst\”

  35. Wortvogel sagt:

    Was für ein dummer, arroganter, ekliger, paranoider, egomanischer, hasserfüllter, verwirrter, stilloser und bemitleidenswerter Wicht, dieser John Asht. Er gehört zu der unangenehmen Spezies, die glaubt, dass Recht ist, was sie als Recht haben wollen. Exemplarisch nur dieser Absatz:

    “Erste Leseeindrücke aber darf man nicht in Rezensionsblogs veröffentlichen – dafür bits andere Foren und Blogs. Außerdem darf man dann später diese Rezension nicht mehr nachschönen.”

    Beides ist falsch. Aber es ist mehr als das: es widerspricht jedem gesunden Menschenverstand und Rechtsverständnis. Wer allen Ernstes meint, es wäre irgendwie oder irgendwo festgelegt, welche Form von “Rezension” wo und wie erscheinen darf, der hat nicht mal die Grundlagen der Branche oder des Internets verstanden. Was genau der Grund ist, warum Asht zwar immer wieder auf Gesetzesbrüche verweist, diese aber nie konkret benennen mag/kann.

    Dass die Verlegerin ihn nicht zurück pfeift, ist ein Skandal für sich.

    Aber es ist wie mit einigen anderen schrägen Typen, die sich im Netz herum treiben: Er wird sich eine blutige Nase holen und dann die Klappe halten. Spätestens, wenn er bei der Staatsanwaltschaft freundliche Nachhilfe in Sachen Strafrecht bekommen hat.

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  39. Pinsels Pansen sagt:

    Wie gehts denn in der Sache nun weiter? Gibts ein Update?

  40. Wir haben der Sache keinen weiteren Platz eingeräumt, weil wir die Verbreitung von John Ashts fremdenfeindlichen Ansichten nicht unterstützen wollen – wer sich dafür interessiert, kann bei Facebook nachlesen, welche Positionen er vertritt.

    Wer John Ashts Einfälle verfolgen möchte, findet auch in den Foren von literaturschock.de und SF-Fan.de aufmerksam zusammengetragene Beobachtungen.

  41. Paramantus sagt:

    “Name verbrannt” – das trifft es perfekt. Besser kann man seinen Ruf nicht ruinieren. Danke, John Asht, für dieses praktizierte Bilderbuchbeispiel.

  42. Besucher sagt:

    “Mir drängt sich der Verdacht auf, dass er das alles nur zu PR-Zwecken veranstaltet.”

    Das ist ihm gelungen. Willkommen auf meiner persönlichen Anti-Dekadenz Liste. ;-)

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