Perry Rhodan Neo: 5 Fragen an die Redaktion

PR NEO 04: Wim Vandemaan - „Ellerts Visionen“Günther Freunek sprach für den FANDOM OBSERVER mit „Perry Rhodan“-Chefredakteur Klaus N. Frick über Perry Rhodan NEO.

Günther FreunekAuf die Frage nach der „Idee zur Serie Less“ äußerte Gerald Zietsch-Jambor, sie schon länger mit sich herumgetragen zu haben. „Aber als die Astronomen tatsächlich ein solches 3-Sonnen-System entdeckten, gab es für uns kein Halten mehr.“ Wie war das bei Perry Rhodan NEO? Gab es den einen Geistesblitz? Und wenn ja wo? Während der Autorenkonferenz? Auf einem Punk-Konzert? Oder auf der Wohn­zimmer­couch?

Klaus N. FrickÜber die Idee, gewissermaßen einen Neustart für die PERRY RHODAN-Serie in die Wege zu leiten, sprachen wir in der Redak­tion schon anfangs der Nuller-Jahre. Sie wurde durch amerikanische Comic-Serien beflügelt, wo das seit langem üblich ist. »Spider-Man« oder »Batman« haben schließlich nur noch wenig mit ihren Anfängen zu tun; die klassischen Motive werden übernommen, die Inhalte aber an die aktuelle Zeit angepasst. Das fand ich schon immer gut, und das wollten wir mit PERRY RHODAN auch mal machen. Die Initialzündung war ein Telefonat mit Hannes Riffel, dem Übersetzer, Verleger (Golkonda-Verlag) und SF-Buchhändler (Otherworld-Buchhandlung in Berlin). Seine Idee ging zwar in eine andere Richtung, als wir es jetzt umgesetzt haben – aber seither wurde immer wieder daran gearbeitet.

Günther FreunekIn Band 1 wurden die Titelbilder und Erscheinungstermine von acht Ausgaben Perry Rhodan NEO gelistet. Gibt es eine Vorgabe, wieviel Ausgaben erscheinen sollen bzw. wieviele – zumindest vorläufig – geplant sind?

Klaus N. FrickGanz klar: Ich würde natürlich so viele Romane wie möglich veröffentlichen. Acht Ausgaben wurden geplant, dann wurde fortgesetzt. Es gibt hier keine konkrete Vorgabe der Geschäftsführung, sondern wir schauen, wie der Erfolg ist, um dann entsprechend weiterzuplanen. Alles andere wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Günther FreunekIm Perry Rhodan Forum wird recht lebhaft diskutiert, wie die inhaltliche Ausrichtung auszusehen hat. Da gibt es die Befürworter von „möglichst nah an der Originalserie“ und deren Gegner. In welche der beiden Richtungen wird es denn gehen?

Klaus N. FrickWir werden uns mit PERRY RHODAN NEO immer weiter von der Originalserie entfernen. Figuren, die in der Originalserie eine wichtige Rolle spielen, tauchen bei NEO entweder gar nicht auf, oder sie erhalten eine völlig andere Rolle. Es wird andere Außerirdische geben – und die bekannten Außerirdischen werden anders präsentiert. Sagen wir’s so: In der zweiten Staffel, also ab Nummer 9, wird die Serie noch eigenständiger. ­Nummer neun ist ein Roman von Frank Borsch, mit dem leiten wir die zweite Staffel ein – und da geht’s dann auch in Richtung Wega …

Günther FreunekWer legt die inhaltliche Ausrichtung von Perry Rhodan NEO fest? Die Autoren, Elke Rohwer oder der Chefredakteur?

Klaus N. FrickFür die Handlungsführung und die Exposés ist Frank Borsch zuständig. Er spricht sich natürlich mit der Redaktion ab, also mit Elke Rohwer und mir. Und dann kommen die Autoren ins Spiel, die ihre eigenen Vorstellungen von den Figuren und ihrer Darstellung haben. Es ist ein kreativer Prozess, an dem viele Beteiligte mitwirken.

Günther FreunekWie erfolgreich sind die bisherigen Bände am Kiosk – Stichwort Abverkauf?

Klaus N. FrickMir liegen noch keine belast­baren Zahlen vor, aber der Verkauf am Kiosk ist bisher ordentlich. Es gibt vertriebliche Probleme, weil viele Händler mit dem ungewohnten Format eines Taschenheftes ihre Probleme haben – aber da müssen wir wohl durch. Im E-Book-Geschäft hat PERRY RHODAN NEO richtiggehend eingeschlagen; da sind unsere Zahlen sehr positiv.

Das Interview führte Günther Freunek per E-Mail.

 

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