Müdes Schauspiel: »Don’t Go In The Woods«

„Don’t go in the woods“ PosterIn irgendeiner englischen Review habe ich gelesen, dass Regisseur Vincent D’Onofrio (ja, der Schauspieler aus der Serie »Law & Order: Criminal Intent«) mit seinem Werk ein neues Sub-Genre geschaffen hätte: Glee-Horror (nach der sehr erfolgreichen US-Musical-/Dramaserie »Glee«). Dem mag so sein, doch ich hatte irgendwie das Gefühl, dass die Verantwortlichen nicht so recht wussten, was sie nun eigentlich drehen wollten: Ein Musical mit Horrorelementen oder einen Horrorfilm, in dem gesungen wird.
Die Handlung ist – wie bei fast allen Horrorstreifen – schnell erzählt: Die Mitglieder einer Band pilgern mit ihren Musikinstrumenten in den Wald, um ein paar neue Songs zu schreiben. Kurz darauf werden sie von einer Gruppe junger Mädchen überrascht, die ihnen offenbar gefolgt sind. Man feiert, trinkt und singt fröhliche Lieder, bis der unvermeidliche Serienmörder auftaucht und sein blutiges Handwerk beginnt.

„Don’t go in the woods“Angeblich hat der Film nur 100.000 US-Dollar gekostet, was schon allein angesichts der müden schauspielerischen Leistung aller Beteiligten glaubhaft klingt. Musikalisch mag hier der ein oder andere Folk-/Country-/Independant-Fan fündig werden, denn die diversen Songs klingen gut. Das Horror-Element kommt jedoch eindeutig zu kurz respektive ist eher unfreiwillig komisch.

Ich bin ehrlich: Ohne den Namen Vincent D’Onofrio hätte ich mir den Streifen wohl gar nicht erst angesehen – und dabei nichts verpasst.

RÜDIGER SCHÄFER

Notiz am Rande: Der Film ist keine Hommage an den James-Bryan-Slasher gleichen Namens aus dem Jahr 1980. Die Namensgleichheit ist rein zufällig.

»Don’t go in the woods«
Kino, Horror/Musikfilm, 83 min., FSK 18
 

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