Second Life: Die Orbitalen Visionen
des Kueperpunk Korhonen

„Orbitale Visionen“ - Galerie

oder: Wie aus dem Fandom Observer ein rasender Toaster wurde

Thorsten Küper ist das, was man eine respektable Persönlichkeit nennt: Wissenschaftler, Physiklehrer, Autor. Er liest und schreibt für sein Leben gern Science Fiction und das nicht nur aus Spaß an wissenschaftlicher Spekulation. Thorsten Küper würzt sein Œuvre gern mit Humor; von den Mitgliedern des SFC Thunderbolt, dem er seit 1995 angehört, weiß man, daß sie das Genre gern mal auf die Schippe nehmen. Intelligenz, Humor und ein guter Name in der Szene: Küper hat in NOVA und c’t veröffentlicht und schreibt für das Heise-Onlinemagazin Telepolis – ein kluger Kopf unter den knapp 165.000 Köpfen der kleinen Stadt Herne in Westfalen, 51 Grad 33 Minuten nördliche Breite, 7 Grad, 13 Minuten östliche Länge, 65 Meter über Normalnull.
Ein paar Klicks weiter findet man Küper auch noch unter einer anderen Adresse: Ataria/56/160/23 – so lautet kurzgefaßt die Adresse, unter der man sein alter ego regelmäßig antrifft. Dessen Name ist Kueperpunk Korhonen und hinter seiner Heimatadresse verbirgt sich das „Kafe Krümelkram“ in SecondLife.

Die 2003 eröffnete virtuelle Welt der Firma LindenLabs aus San Francisco zählt angeblich 28 Millionen eingetragene Benutzer, seit Februar 2012 sind es 28 Millionen und einer – der eine heißt „Fandom Observer“. Denn Kueperpunk Korhonen gibt sich nicht der Illusion hin, in SecondLife das große Geld zu machen, Spiele aufzuziehen oder gar virtuellen Sex anzubieten. Er nutzt die virtuelle Welt, um uns Kultur ins Haus zu bringen: Literatur, Kunst, Musik. Kurzes Nachdenken macht die Vorteile deutlich: Autoren müssen nicht durch die Republik herangekarrt werden, Künstler schicken bloß Daten und Musik läßt sich wie Sprache über SecondTalk – WoWler würden es Teamspeak nennen – oder SecondRadio, einen Streamingdienst („richtiges Radio“, betont Küper), an die Benutzer weiterreichen. Als Thorsten Küper daher in seinem Blog zu den „Orbitalen Visionen“ einläd, der Vernissage zu einer virtuellen Ausstellung szenebekannter Illustratoren, begleitet von Autorenlesungen mit anschließendem Konzert, beschließe ich, SecondLife einen Besuch abzustatten. Ich brauche kein Zugticket, zahle keinen Eintritt und kaufe keinen Ausstellungskatalog – günstiger geht es eigentlich nicht.

Sei, wer du willst!

Das Echtzeitrendering einer virtuellen Umgebung stellt einige Anforderungen an die Hardware, aber ein aktuelles Macbook Pro sollte dem gewachsen sein, denke ich. Zuerst zögere ich und installiere den 130 Megabyte schweren Client in einem eigens dafür eingerichteten Benutzeraccount, denn die einschlägigen Foren sind voll mit Diskussionen verzweifelter Benutzer, die mit der Grafikperformance nicht zufrieden waren und bei dem Versuch, bessere Resultate zu erzielen, ihr System kaputtbastelten. Nach ersten Tests stelle ich fest, daß hier wohl eher die Benutzer das Problem waren – ein sauberes System verkraftet den SecondLife-Client ohne Probleme. Schnelle Grafik ist gleichwohl notwendig, schnelles Internet auch und RAM ist sowieso durch nichts zu ersetzen.

Das nächste Problem ist schon weniger einfach zu lösen: Ich brauche ein Avatar. Wie sieht der Fandom Observer eigentlich aus? Instinktiv hätte ich mir einen jugendlichen Tunichtgut mit Sommersprossen, Zahnlücke, der verkehrtherum aufgesetzten Baseballkappe und dem dicken Holzhammer aus Matze Langers berühmten Titelbild für FO EXTRA 2 zusammengeklickt, doch die Avatarbastelei ist für SecondLife-Neulinge eine Wissenschaft für sich (und kostet im Extremfall echtes Geld, denn die notwendigen „LindenDollars“ für eventuelle Gimmicks kriegt man nicht geschenkt), also muß es ein Standard-Avatar sein. Was soll es also sein? Ein Mensch? Langweilig. Ein Vampir? Igitt. Etwa ein Werwolf? Bitte, ich werde weder der Edward- noch der Jacob-Partei beitreten, also kann ich jetzt bitte etwas Normales haben? Nein, der lässig wackelnde Hase ist nicht normal. Die anderen Tiere auch nicht. Ah, es gibt auch Fahrzeuge! Ein Panzer wäre gut, aber dann redet wieder keiner mit mir. Nun gut, ich entscheide mich für das schnuckelige Steampunk-Gefährt. Der Fandom Observer ist ab sofort ein lenkbares Luftschiff.

SecondLife: Avatare

Nicht jedermenschs Sache: Tieravatare

Vor den virtuellen Genuß hat LindenLabs dankenswerterweise ein paar Lektionen für Newbies gesetzt: Wie bewegt man so ein Avatar eigentlich? Wie geht das mit dem Berühren und dem Zoomen? Ach ja, hinsetzen kann man sich auch, da macht man keinen Unterschied zwischen Humanoiden und Luftschiffen. Am allereinfachsten aber ist Fliegen! Großartig! Erscheint mir auch wesentlich naheliegender als das Herumgerenne mit rotierenden Propellern. Einen technischen Unterschied macht es jedoch nicht: fliegen können alle Avatare, nicht nur Luftschiffe.

Bevor ich nun völlig abhebe, entschließe ich mich vernünftigerweise für eine Einführungslektion in Orientierung und besuche eine seltsame Insel, über die jemand verschiedenfarbige Kristalle verstreut hat, die es nun einzusammeln gilt. Das Tolle daran: wenn man die Beute zum Stützpunkt zurückbringt, erhält man im Tausch dafür LindenDollars! Geld! Toll. Ich genieße also die nebelige Atmosphäre und den Soundtrack, lasse mir vom nagenden Geräusch näherrückender Steinmonster die Nackenhärchen aufstellen, ernte mein erstes „Fuck you!“ von einem anderen Neuling, weil ich nicht schnell genug begreife, wie der Chat funktioniert. Egal, ich verdiene Geld (und denke an die Baseballkappe und den Holzhammer für mein künftiges Fandom-Observer-Avatar) und nur das zählt – stolze 26 L$ sind es am Ende, umgerechnet knapp 30 Cent. 30 Cent? Adieu, Baseballkappe, lebwohl, Holzhammer! Ich bleibe wohl erstmal Luftschiff.

„Orbitale Visionen“ - Galerie

In die virtuelle Luft gesetzt: die Galerie für die „Orbitalen Visionen“

Galerie im Nirgendwo

Jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt. Aller Müdigkeit zum Trotz (und auch meine Frau hat schon ungläubig aus dem Schlafzimmer herausgeschaut) klicke ich jetzt die SecondLife-Adresse (oder kurz: „slurl“) an, die Thorsten Küper in seinem Blog gepostet hat, teleportiere mich direkt ins Kafe Krümelkram und lande … in einem Gewächshaus. So sieht es jedenfalls auf den ersten Blick aus: lange Hallen mit Leinwänden an den Seiten – manche sind noch leer –, von Glasdächern überwölbt. Und niemand ist da. Kein Wunder, es ist vier Uhr morgens. Nachdem ich halbwegs begriffen habe, wo es langgeht, kurve ich ein wenig herum, gewöhne mich an die Eigenarten des 3D-Renderings, an Grafikfehler und ungewohnte Perspektiven, die prompt zu Orientierungsfehlern führen.

„Orbitale Visionen“ - Auditorium

Der rasende Toaster wirft einen Blick von oben auf die beheizte Sofaanlage

Noch ein Flur, um die Ecke noch einer, dann stoße ich auf die zentrale Kuppel, einen Glasdom, und erkenne die wahre Gestalt dieser virtuellen Galerie: ein Viereck von Halbröhren in zwei Etagen (den Weg in die obere Etage finde ich jedoch erst am nächsten Tag). In der Kuppel ist schon alles für die Vernissage gerichtet: auf der Bühne warten Stühle für die Autoren, dahinter gigantische Portraits von Frederic Brake, Michael Iwoleit und Marco Ansing. Die Zuhörer werden sich auf einer eigens entworfenen beheizten (!) Sofaanlage niederlassen. Apart. Über der Struktur schweben drei Steampunk-Zeppeline, man kann sogar hineinsehen: niemand an Bord. Ich würde gern mal eine Runde drehen, weiß aber nicht, wie’s geht.

Das Kafe Krümelkram

Kafe Krümelkram

Das Kafe Krümelkram, Heimat der Brennenden Buchstaben

Bevor ich schlafen gehe, möchte ich noch einen Blick auf das mysteriöse Kafe werfen. Das muß hier irgendwo sein. Ist es auch: unter der Galerie, auf einem einsamen Stück Land inmitten des virtuellen Ozeans, eine schlichte Holzhütte neben einem Zirkuszelt und einer Handvoll anderer Gebäude. Drinnen erwartet mich ein wildes Panoptikum an Steampunk-Objekten, altertümlichen Möbeln, Skulpturen, daneben eine Theke mit Kaffeemaschine (wozu auch immer), Vitrinen, Plakate (hinter denen sich gewöhnliche Links zu Blogs und anderen Webseiten verbergen), Bücherregale, Baugerüste und jede Menge anderes Zeug. In natura ein Traum, in virtua ein Navigationsalptraum, doch wenn man erstmal verstanden hat, daß man über vieles buchstäblich einfach hinweggehen kann, wird es einfacher. Woran ich mich nicht gewöhnen kann, ist die Art und Weise, wie sich Luftschiffe hinsetzen …

Noch habe ich mich nicht sattgesehen. Ein schneller Blick ins Zirkuszelt (unterwegs beginne ich zu verstehen, daß viele Handlungsmöglichkeiten in SecondLife technisch mit dem Sitzen zu tun haben), in den Zoo und in den skurrilen Laden nebenan (kurz gesagt handelt es sich um ein Body-Modification-Warenhaus), dann beschließe ich, schlafen zu gehen. Eine ungeschickte Wendung später landet mein Luftschiff-Avatar im Wasser und sinkt auf den Grund. Hoppla! Als ich mich umsehe, sehe ich, daß mitten im Wasser eine Kiste mit Flaschen schwebt, vermutlich Champagner. Ich notiere mir, Küper danach zu fragen und gehe ins Bett.

Kafe Krümelkram

Heimelige Inneneinrichtung im Kafe Krümelkram

Die Orbitalen Visionen

Am 19. Februar ist Ausstellungseröffnung. Ich logge mich ein und tausche als erstes das Luftschiff gegen einen futuristischen Flitzer mit Hot-Rod-Attitüde und schicken blauen Lichtern ein. Im Geh- und Stehmodus wackelt die Kiste wie ein Fähnchen im Wind, aber in voller Fahrt wirkt SecondLife-Benutzer „Fandom Observer“ nun bestimmt ganz schön schnittig. Steampunk ist ja eh nicht unser Spezialgebiet.

Knapp vierzig Besucher haben sich eingefunden, die meisten in menschlicher Form, aber ich sehe auch einen Hund, eine Glitzerelfe, einen Tiger in Kleidung und etwas wie einen Reifen mit Frauenbeinen – könnte aber auch ein Grafikfehler sein. Frederic Brake schillert in allen Farben, während Kueperpunk Korhonen keinen Hehl daraus macht, Thorsten Küper zu sein, sieht man von dem langen Ledermantel und dem ständig qualmenden Zigarrenstummel in seinem Mundwinkel ab. Viel mehr Besucher dürften es auch nicht sein, denn ein Sim – so nennt man die Raumeinheiten, für die im Idealfall jeweils ein Server bereitsteht, verkraftet maximal fünfzig Avatare gleichzeitig. Massenevents lassen sich so natürlich nicht organisieren – zum Ausgleich gibt es SecondRadio für alle, die nicht vor Ort sind.

„Orbitale Visionen“ - Publikum

Menschliche und nicht so menschliche Zuhörer

Leider komme ich zu spät für Brake, doch Michael Iwoleit höre ich schon, da habe ich die Kuppel noch gar nicht betreten. Das Tonsignal wird gestreamt, da ist es überall gleichlaut zu hören, ich kann über die Flure schlendern und die nun vollzähligen Illustrationen bewundern und gleichzeitig Iwoleits gebrochenem Timbre lauschen, das seine Erzählung vom Leben und Sterben einer künstlichen Intelligenz sehr passend untermalt. Die paar technischen Probleme stören nicht weiter, Ambiente und Atmosphäre machen das locker wett. Kurz denke ich daran, wie dröge so eine Lesung auf einem beliebigen Science-Fiction-Con gewirkt hätte – so aber wird ein Gesamtkunstwerk daraus. Ich bin sofort überzeugt.
Marco Ansing hingegen überzeugt mich nicht, auch wenn der Text über den Schmerz gar nicht schlecht ist. Sein Vortrag ist mir eine Spur zu affektiert; da muß er sich noch entscheiden, ob er authentisch wirken will oder darstellerische Leistung anstreben soll.

„Orbitale Visionen“ - Lesung

Die Avatare von Frederic Brake, Marco Ansing und Michael Iwoleit, ganz rechts Zauselina Rieko


Die Künstler, um die es eigentlich geht, werden nur namentlich vorgestellt, dabei sind einige vor Ort, in Avatarform, Gabriele Behrend zum Beispiel. Viele der Werke kennt man in der Szene: Timo Kümmel ist zur Zeit oft erste Wahl bei Buchtiteln, Norbert Reichinger ist ein alter Fanzinehase, Lothar Bauers surreale Kompositionen schmücken Fanzine- und Buchcover, Klaus G. Schimanskis knackige Schwarzweißillustrationen sind ebenfalls ein vertrauter Anblick. Ludger Otten ist mit seinen 3D-Techniken thematisch am richtigen Ort, Thomas Hofmann und Tim Eckhorst steuern skurrile Würze zu den epischen SF-Gemälden bei und Stefan Böttcher hält mit seinem lockeren Strich ein wenig die impressionistische Fahne hoch. Herausheben muß man Christian Günther, der nicht nur technisch Hervorragendes abliefert, sondern mit Fantasy- und Steam- und Cyberpunk-Motiven wirklich begeistert! Muß man gesehen haben.


 

Ich flitze mit meinem „Toaster“, wie ein Besucher mein schniekes Avater despektierlich nennt, durch die Ausstellung, um screenshots zu machen und stelle fest, daß es gar nicht so leicht ist, die Formate gescheit ins Bild zu bekommen. Ein endloses Spiel mit Kameraperspektiven und Zoom­einstellungen beginnt. Vor, zurück, vor, zurück, links, rechts … Irgendwann ist es gut, ich danke Kueperpunk Korhonen für das Gebotene, verabrede für den folgenden Rosenmontag ein Interview und verschwinde.

Kultur macht sexy!

Aber ich bin neugierig. SecondLife ist groß, da will ich noch ein Stückchen sehen, bevor ich ins Bett gehe. Die Einstiegsseite offeriert stets ein paar angesagte Orte zum Einstieg, denn mit der Suchfunktion ist einem blutigen Anfänger wenig geholfen, zu groß ist das Angebot, da weiß man nicht, wonach man eigentlich suchen soll. Aus irgendeinem irrationalen Grund bleibe ich an München hängen. Ausgerechnet. Ein Klick teleportiert mich dahin, außer mir ist leider niemand dort. Gemächlich baut sich die Stadt auf, der Lüfter meines Macbooks dreht immer höher, während die Details erscheinen. Ich schaue mich um und bin gelangweilt. Das ist also München. Danke. Nebenan sieht es netter aus: Goethe und Schiller heißen die Sims, deutsche Landschaften auf virtuelle Quadratmeter herunterdestilliert. Auch hier ist niemand. „Germany in 3D“ ist menschenleer.

Lustlos drifte ich umher, bewundere die skurrilen Details und bekomme eine Ahnung davon, in welch mühevoller Kleinarbeit Bauten und Bäume aus den Prims, den „primitive objects“, erzeugt und mit geeigneten Maps versehen wurden, um Strukturen zu simulieren. Jede Wand eine Map, jeder Ast ein Bild mit Alphakanal, um die nötigen Transparenzen herzustellen. Wofür all der Aufwand, wenn niemand da ist, um sich das Ergebnis anzusehen? Naja, ich bin da, aber ich kann auch nur meinen virtuellen Hut vor dem technischen Aufwand lupfen. Mehr Unterhaltung gibt es nicht.

Da, ein Straßenschild: „Köln“. Au ja, das will ich sehen, meine Heimat in SecondLife! Und was ist das? „Touch to rezz a car“? Ich „touche“ einfach mal und siehe da! Ein Porsche steht mit laufendem Motor vor mir! „Noch 30 Sekunden“, sagt das Gefährt, dann wird es sich wieder auflösen. Ich setze mich – Sitzen ist das A und O, schließlich sitzen die Benutzer auch. Aber das sieht so dämlich aus, wie mein Avatar mit dem virtuellen Flitzer verschmilzt, das lasse ich bleiben. Ich brauche ein neues Outfit, kicke den „Toaster“, wie ich Vehitar Sebastian jetzt auch nenne, und entscheide mich für einen niedlichen kleinen Roboter mit Erste-Hilfe-Rucksack. Ein paar Kurven und eine Autobahn später lande ich im Graben. Fahren will gelernt sein. Streß! Ich fliege lieber.

Kafe Krümelkram - Schampus

Was macht der Schampus im Wassergraben?

Köln hat nicht viel zu bieten. Das einzige, was dem realen Pendant wirklich ähnlich sieht, ist der Dom. Der hat zwar keine Inneneinrichtung, zeigt aber Bilder der echten Fenster. Und vor seiner Fassade steht der Rosenmontagszug bereit … Bitte? Der Rosenmontagszug. Das geht zu weit. Den kann man doch in natura bewundern, oder im Fernsehen, in ein paar Stunden ist es soweit. Und wer soll sich das ansehen, wenn nur fünfzig Avatare auf ein Sim passen? Empört will ich ausschalten, als ich auf einem Wagen die Aufschrift „Brennende Buchstaben“ sehe – so heißt das virtuelle Literaturkombinat, dem auch Kueperpunk Korhonen angehört; das Kafe Krümelkram ist seine Basis. Der Mann ist einfach überall. „Kultur macht sexy“ steht auf dem Wagen – die Frage nach dem Warum notiere ich mir für das morgige Interview.

Ich ziehe weiter, laufe hierhin, fliege dorthin, teleportiere gelegentlich. Ich treffe niemanden. So ungefähr muß sich die Hauptfigur in „Quiet Earth“ gefühlt haben. Mir dämmert, daß SecondLife ohne Ballerspiele, virtuellen Sex und tapfere Kulturangebote Marke Kueperpunk Korhonen ganz schön öde sein muß. Der DIY-Charme der „Orbitalen Visionen“ hat mich überzeugt, doch ohne Macher wie Thorsten Küper ist SecondLife bloß eine tote Hülle.

MANFRED MÜLLER

 

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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