Aethercircus: Keine Genehmigung
für Steampunk-Festival

Logo AethercircusDas für Ende April angesetzte Aethercircus-Festival in Stade hat ganz plötzlich seinen Veranstaltungsort verloren: die Genehmigung zur Nutzung der Festung Grauerort wurde verweigert. Untenstehend die vollständige Mitteilung der Veranstalter.

Liebe Musiker/innen, Künstler/innen, Händler/innen, Handwerker/innen und Steampunkfreunde/innen!

Folgende Katastrophenmeldung hat uns so kurzfristig vor der Veranstaltung erreicht:
Die Festung Grauerort darf zur Zeit nicht als öffentlicher Veranstaltungsort genutzt werden. Alle Veranstaltungen, die in den letzten 11 Jahren bis heute in Grauerort stattgefunden haben, u.a. Weihnachtsmärkte, Hobbymärkte und große Musikveranstaltungen, hätten dort angeblich gar nicht stattfinden dürfen. Auch nicht die von der Stadt Stade selber veranstalteten Openair-Opernabende. Das ist kein verspäteter Aprilscherz!

Folgendes wird befürchtet:
Die Decke könnte einstürzen, darum dürfen wir keinen der Innenräume in irgendeiner Weise nutzen.
Das eventuell in der Festung noch lagernde Schwarzpulver könnte explodieren. Darum muss es entsorgt werden. Das können wir weder leisten noch ist es unsere Aufgabe.

Mit folgenden Auflagen hätten wir das Festival am 28./29. April stattfinden lassen können:
- Die Innenräume der Festung dürfen nicht genutzt werden.
- Die ca. 200 Parkplätze auf dem Gelände dürfen nicht genutzt werden.
- An der Zubringerstrasse darf nicht geparkt werden, da sie zu schmal ist.
- Im ganzen Ort darf nirgendwo geparkt werden! Wir müssten außerhalb des Ortes einen großen Parkplatz nachweisen und einen Shuttleservice anbieten.
- Alle Händler und Aussteller müssten ihren Stand schon am Freitagmorgen fertig aufgebaut haben, damit die Beamten des Stader Bauamtes den Platz begehen können, um zu entscheiden, ob das Festival stattfinden darf.
- Die Besucherzahl hätte auf 150 (!) begrenzt werden müssen.

Diese Bedingungen wollen wir weder unseren Ausstellern und Händler noch unseren Besuchern zumuten! In weniger als 3 Wochen können wir keinen anderen geeigneten Ort für unser lange und liebevoll geplantes Festival finden.

Trotz allem lassen wir den AETHERCIRCUS nicht ausfallen, sondern werden ihn nur verschieben! Wir hoffen, dass die Schwierigkeiten in der Festung Grauerort schnell behoben werden können und wir den AETHERCIRCUS innerhalb der nächsten Monate (wir hoffen noch in diesem Sommer) trotzdem dort stattfinden lassen können. Gleichzeitig schauen wir nach einem anderen geeigneten Ort, um uns abzusichern.

Wir sind ziemlich geschockt und zur Zeit von der Situation ziemlich überrumpelt. Heute Mittag (10.4.2012) ist die endgültige Entscheidung für uns gefallen: Auch der 1. Vorsitzende des Festungsvereins, von dem wir Festung Grauerort gemietet haben, sieht keine Hoffnung mehr für eine öffentliche Nutzung in der nächsten Zeit.

Der AETHERCIRCUS wird auf jeden Fall stattfinden! Wir werden euch weiterhin auf unserem Blog, in Foren und per Mail auf dem Laufenden halten!

Wer Vorschläge für einen passenden Ort in der Nähe von Stade hat, wende sich bitte sofort an uns.

Bitte gebt diese Nachricht an alle weiter, von denen ihr wisst, dass sie den AETHERCIRCUS besuchen wollten. Denn wir haben gerade in den letzten Tagen reichlich Werbung gemacht. Wir haben in den letzten Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Festival zu retten, mit Behörden verhandelt und die Presse eingeschaltet. Trotz Unterstützung von mehreren Seiten ist es für uns nicht möglich, den AETHERCIRCUS zu dem angegebenen Termin stattfinden zu lassen.

Wir können eure große Enttäuschung nachfühlen, wir können selber nicht fassen, was hier geschieht.

Ein zur Zeit völlig am Boden zerstörtes Organisationsteam

Quelle: Clockworker

 

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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3 Antworten auf Aethercircus: Keine Genehmigung
für Steampunk-Festival

  1. RoM sagt:

    Da wieherte der amtliche Wallach aber kurzfristig um die Ecke. Ungeachtet der Einwände bezüglich statikloser Geröllaufschüttungen und Arsenale voller Juckpulver – die Bedingungen für eine Abnahme der Veranstaltung grenzen an den Vorschlag “irgendwo anders, bitte!”.

  2. Nina sagt:

    Vor allem mit solchen Auflagen – da braucht man nicht großartig eine Festung zu mieten. Man macht so was ja auf einem großzügigen Gelände und nicht in privaten Räumlichkeiten, um eben bezüglich Besucherzahlen flexibel zu sein. Und welcher Händler fährt einen Tag vorher hin, nur um aufzubauen? – Also ich hätte das dann auch abgeblasen.

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