Definitive Leseempfehlung – »Das Schicksal der Welt« von Sean O’Connell

Sean O’Connell – „Das Schicksal der Welt“Da ist er nun, der sehnlichst erwartete zweite Teil der Serie. Bevor ich mich aber dem Inhalt widme, muss ich ein Versäumnis zugeben. Bedingt durch meine Unfähigkeit, mir rechtzeitig wieder eine Erkältung zuzulegen, konnte ich nicht prüfen, ob meine Kritik an der Balance des Buchs auch hier zutrifft. Dafür möchte ich um Entschuldigung bitten, wenn ich auch keine Besserung gelobe. Ich bleibe dann lieber schuldig und dafür erkältungsfrei. Aber zurück zum Inhalt.

„Unbeeindruckt von den sich zuspitzenden Gefahren, setzen Cornelis, Meister Aki und Raggah ihre gefahrvolle Reise nach Süden fort. Auf der Straße nach Seeburg werden sie Zeugen eines schrecklichen Massakers an Espermanen. Cornelis will die hilflosen Wesen schützen, doch sein beherztes Eingreifen führt zur Gefangennahme der drei Gefährten. Sie werden nach König-Erich-Burg gebracht, wo sie das Glatisant erwartet – ein schreckliches Untier, das nahezu unbesiegbar scheint.
Cornelis muss erkennen, dass auf dem Weg nach Tír na nÓg selbst der Tod nicht die letzte Grenze ist.“

Der erste Band machte Lust auf mehr und so habe ich das Erscheinen des zweiten Bandes mit Spannung erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit gewohnter Spannung und gekonnter Verflechtung der Handlungsebenen wird erzählt, wie Cornelis weiter seiner Bestimmung entgegenzieht. Wir erhalten weitere Einblicke in die Welt, in die Vergangenheit und es werden ein paar Rätsel aufgelöst… nur um neue Rätsel aufzuzeigen.
Gespannt fiebert der Leser mit, wenn die von Cornelis getrennten Gefährten auf das Glatisant treffen, dem Questenbiest, das wir aus der Gralsdichtung kennen. Wie besiegt man ein Wesen, das unbesiegbar scheint? In den Gralslegenden wurde das Glatisant nie gefangen, nie wurde bekannt, dass es gefangen wurde. Nun aber hat es jemand gefangen, kann es also besiegt werden?

Während die Gefährten sich dieser Herausforderung stellen müssen, hat Cornelis seine eigenen Hürden zu überwinden. Allein muss er sich den Gefahren stellen und seine Bestimmung finden. Doch ist er wirklich allein? Oder ist da nicht jemand, dessen schützende Hand über ihm liegt? Doch ist dies genug? Wir erfahren auf jeden Fall eine Menge über seine Vergangenheit, was nicht einmal ihm bekannt war. Ist seine Bestimmung noch viel gewaltiger, als es zuerst schien?

Eine spannende Fortsetzung, zu der man dem Autor nur gratulieren kann. Auch wenn ich nun wieder gespannt auf das Erscheinen von „Túatha Dé Danann“ warte, wo die Geschichte weitererzählt wird. Aber irgendwie kann ich dem Autor für diese Folter nicht böse sein, dazu genieße ich es viel zu sehr, in seine Welt hinabzutauchen. Eine definitive Leseempfehlung von mir… und wer den ersten Teil noch nicht kennt, sollte dieses Versäumnis ganz schnell korrigieren. Es lohnt sich!

BERND MEYER

Sean O’Connell – »Tír na nÓg Teil 2 – Das Schicksal der Welt«
224 S., Paperback 
14 x 20,5 cm, € 
13,90, 
ISBN: 978-3-86282-146-4
»Tir na nÓg« bei Acabus
 

Das könnte Dich auch interessieren:

Abgelegt unter Bücher und getaggt mit , , , . Setz ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hier hast Du nichts zu melden …