Fliegende Autos und Replikanten – »Blade Runner«-Making-Of von 1982

„Also haben wir entschieden, das Wort ,Android‘ zu verbieten und jedem, der es doch benutzt, den Kopf abzureißen“, sagt Ridley Scott in diesem 16-mm-Making-Of-Feature von 1982, der eigens für die Vorführung auf amerikanischen Conventions produziert wurde. Das Wort sei abgenutzt und mißbraucht, allein seine Benutzung leite die Erwartungen der Zuschauer fehl, deshalb habe sich die Crew entschieden, ein neues Wort zu benutzen: Replikant.

30 Jahre haben den Farben dieses Hintergrundberichtes über den Science-Fiction-Klassiker „Blade Runner“ nicht besonders gut getan, aber die Aufschlüsse, die man über die Arbeit von Regisseur Ridley Scott, Produktionsdesigner Syd Mead und Effektspezialist Douglas Trumbull erhält, sind so lehrreich wie eh und je. Erwartungsgemäß sehen Requisiten und Bauten im kalten Licht der Realität ernüchternd banal und billig aus, doch die meisten von uns wissen, zu welch überzeugendem Ergebnis das führte.

Hören wir also Syd Mead zu, wenn er darlegt, warum seine Designs – zum Beispiel Parkuhren, die Elektroschocks austeilen – besonders realistisch sind, und lernen wir von Douglas Trumbull, wie kompliziert es ist, fliegende Autos realistisch in Szene zu setzen. Scotts nüchterne, wohlüberlegte Ausführungen steigern vor allem die Vorfreude auf „Prometheus“ – wenn der Regisseur, der in der Lage ist, all seine storyboards selbst zu zeichnen, dort genauso akribisch vorgegangen ist wie bei „Blade Runner“, kann das eigentlich nur ein Hit werden!

 

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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