Kurd-Laßwitz-Test 2012:
Çakan vor Elbel und Eschbach

Myra Çakan

Myra Çakan (Foto: Thomas Müller, Hamburg)

Die Abstimmung zum diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preis endete am Montag; wenige Tage zuvor hatte Treuhänder Udo Klotz die SF-Schaffenden noch einmal ermuntert, ihre Stimmzettel abzugeben, weil bis dahin erst 42 von ihnen abgestimmt hatten. Unsere Testabstimmung zur Kategorie „Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe in 2011“ endete ebenfalls am Montag. Hier sind 371 Stimmen zusammengekommen, wobei man nicht verschweigen darf, daß hier jeder nur eine Stimme hatte anstatt mehrere wie beim „echten“ Kurd-Laßwitz-Preis. Interessant ist die Frage: Wie bewertet das Publikum eine Nominierungsliste, die von Fachleuten zusammengestellt wurde?

Das Ergebnis: Myra Çakan gewinnt knapp vor Thomas Elbel und Andreas Eschbach. Dabei war Thomas Elbel lange Zeit am Ende der Liste; das Rennen spielte sich vornehmlich zwischen Çakan und Eschbach ab, der zuerst wie der sichere Favorit aussah. Dann jedoch wurden die Truppen mobilisiert: Annette John katapultierte sich nach Wochen mit nur einer Stimme nach vorne und Thomas Elbel forderte seine Fans im Tintenzirkel-Forum auf, abzustimmen, weil es ja nicht sein könne, daß die Option „kein Preis“ mehr Stimmen erhalte als er …

Da wir hier bloß ein Stimmungsbild präsentieren möchten, reden wir nicht weiter über die schlauen Mehrfachabstimmer, die mit ihrem Enthusiasmus das Ergebnis leicht verfälschen (das verwendete Umfrage-Plugin verfügt leider nicht über ausgefuchste Mechanismen, um Manipulationen zu verhindern); die Mehrfachabstimmungen unterstreichen jedoch die Fanbasis, die unser Podium offensichtlich hat. Nun sind wir gespannt, wie unsere Sieger bei der offiziellen Preisvergabe abschneiden. Wir drücken die Daumen!

  • Myra Çakan – „Dreimal Proxima Centauri und zurück“ (25%, 94 Stimmen)
  • Thomas Elbel – „Asylon“ (24%, 88 Stimmen)
  • Andreas Eschbach – „Der Herr aller Dinge“ (23%, 87 Stimmen)
  • Annette John – „Deadline 24“ (13%, 50 Stimmen)
  • – kein Preis – (6%, 21 Stimmen)
  • Dieter W. Schmitt – „Der graue Berg“ (Perlamith, Band 1) (4%, 15 Stimmen)
  • Karsten Kruschel – „Galdäa – Der ungeschlagene Krieg“ (4%, 13 Stimmen)
  • Simon Urban – „Plan D“ (1%, 3 Stimmen)

Die Verleihung des „richtigen“ Kurd-Laßwitz-Preises findet im Rahmen des Leipziger Elstercons am Samstag, dem 23. Juni, um 16 Uhr statt.

 

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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Eine Antwort auf Kurd-Laßwitz-Test 2012:
Çakan vor Elbel und Eschbach

  1. RoM sagt:

    Ein nicht unspannendes Finale. Der frühe und langzeitige Favorit Andreas Eschbach hielt sich zäh. Die Fans des Thomas Elbel versuchten eifrig (wenn auch teils mit technischen Schwierigkeiten) den Gipfel zu stürmen. Und bei Annette John schlich sich leise ein Zwischensprint ein.
    Interessant der Stimmen-”Graben” zu Platz 5…