Trilogie würdig abgeschlossen: »Men in Black 3«

Men In Black 3Na bitte, es geht doch! Manchmal – selten, aber immerhin – sind Fortsetzungen fast besser als das Original. Mit dem dritten Teil der »Men in Black«-Filmreihe hat Regisseur Barry Sonnenfeld seine Trilogie um die Geheimorganisation, die sich um die bereits seit Jahrzehnten unerkannt auf der Erde lebenden Außerirdischen kümmert und dafür sorgt, dass Otto-Normalterraner nichts davon mitkriegt, spektakulär und in Würde abgeschlossen!

Wir erinnern uns: 1997 landete Columbia Pictures mit »Men in Black« einen Riesenhit. Die Story um die von Tommy Lee Jones und Will Smith gespielten Agenten »J« und »K«, die für eine streng geheime Regierungstruppe namens Men in Black arbeiten und sich mit einer auf der Erde gelandeten Riesenschabe herumschlagen müssen, die den blauen Planeten zu zerstören droht, war nicht nur im Kino ein Triumph (600 Mio. US-Dollar Einspielergebnis bei 90 Mio. US-Dollar Budget), sondern generierte eine wahre Merchandise-Lawine und zahlreiche Nachahmer, die auf der Erfolgswelle mitreiten wollten.

Fünf Jahre später schlug auch das Sequel ein, wenn auch nicht mehr ganz so vehement. Die 140 Mio. US-Dollar teure Produktion spülte nur noch knapp 450 Mio. US-Dollar in die Kassen des Studios. Für »Men in Black 3« durfte Sonnenfeld nun noch einmal kräftig nachladen und satte 215 Mio. US-Dollar verbraten, wobei Spötter behaupten, der Großteil wäre für die Gage von Will Smith draufgegangen. Am 24. Mai – einen Tag früher als in den USA – lief der Streifen in Deutschland an.

Erneut geht es um einen besonders fiesen Alien. Der Bursche heißt Boris, die Bestie (im Original: Boris the Animal), und wurde bereits im Jahr 1969 von dem damals jungen Agent K (Josh Brolin – ein Genuss) eingefangen. 2012 entkommt Boris nun aus dem Hochsicherheitsgefängnis LunarMax auf dem irdischen Mond und reist mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Agent J folgt ihm, um eben das zu verhindern …

»Men in Black 3« ist – man verzeihe mir das abgelutschte Wortspiel – ganz großes Kino. Die Handlung ist ungemein spannend, schreitet zügig und ohne Längen voran, und ist am Ende höchst originell in den realhistorischen Start der ersten bemannten Mondmission eingebettet. Dabei zündet fast jeder Gag, die Effekte sind sehenswert und auch das gelungene 3D-Erlebnis (Polarisationsbrille) trägt positiv zum Gesamtpaket bei. Teil 3 erreicht zwar nicht ganz die Qualität des Originals, ist jedoch um Längen besser als der auch nicht unbedingt schlechte zweite Film der Reihe.

Selbstverständlich ist »Men in Black 3« pures Popcorn-Kino, und dass Geschichten, die sich um Zeitreisen drehen, zwangsläufig logische Brüche aufweisen, muss ich keinem erzählen, der sich auch nur ansatzweise für SF interessiert. Allerdings hatte ich so viel Spaß im Kino, dass ich sehr gerne über diese kleinen Schwächen hinwegsehe. »Men in Black 3« steht jetzt schon auf meiner Blu-ray-Kaufliste ganz oben. Wer noch nicht im Kino war, sollte das umgehend nachholen!

RÜDIGER SCHÄFER

»Men in Black 3«, 2012, SF-Komödie, Kino, 106 min., FSK 12
 

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Über muellermanfred

Manfred schreibt seit 1989 für den Fandom Observer und hat das Heft von 1992 an ein paar Jahre lang als alleiniger Chefredakteur betreut. Kümmert sich heute vor allem um den FO im Internet. Beruf: Grafiker. Fährt gern Rad.
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Eine Antwort auf Trilogie würdig abgeschlossen: »Men in Black 3«

  1. Ritsch sagt:

    Ich fand den Film auch gut: gute Wendungen und Dialoge, die Schauspieler mag ich auch. Alles richtig gemacht :-)