Nordcon 2012 – ein Tag ist zuwenig


Leider kamen wir erst recht spät am Sonntag an, weswegen zum Teil schon abgebaut wurde. Aber dem geschulten Auge des langjährigen Nordcon-Besuchers fiel trotzdem auf, dass dieses Jahr auf der LARP-Wiese mehr Gruppen und Tavernen waren und die Stände der Händ­ler weniger geworden waren. Es ist möglich, dass diese auf den Schulhof-Bereich verlegt wurden, aber es sah nicht so aus. Wobei die großen Händler durchaus das Repertoire der kleinen Stände mit abgedeckt haben können, was aber schade wäre. Da waren im letzten Jahr ein paar exzellente kleine Anbieter dabei, die ich dieses Mal vermisst habe. Dafür waren aber andere Angebote durchaus noch da, so auch das Polster“waffen“-Training für Kinder, was ich immer wieder schön anzusehen finde. Wo sieht man es sonst schon, dass ein „starker Recke“ von einem kleinen Mädchen im Kindergartenalter vertrimmt wird? Letztes Jahr war ich grinsender Zeuge eben jener Begebenheit.

Bevor jetzt Proteste kommen … Polsterwaffen sind im Endeffekt von zurechtgeschnittener Isomatte ummantelte Stäbe, die mittels Latex und Farbe verschönt wurden und dann mehr oder weniger nach „Waffe“ aussehen. Wer jemals die alten Serien „Hercules“ und „Xena“ gesehen hat, der kennt die Teile. Xena hat sowas in jedem Vorspann bei der Pose in der Hand, ein anderes Mal waren sie auf dem Tisch eines Schmiedes neben Stahlwaffen zu sehen (recht deutlich sogar, Polsterwaffen sind recht dick, um Verletzungen vorzubeugen, das sieht man recht deutlich) und bei Hercules konnte man einmal bewundern, dass ein auf den Boden geworfenes Schwert ein wenig da unten herumsprang. Stahl tut so etwas sehr selten, Schaumstoff recht häufig. Also recht ungefährliche Dinger.

Das Angebot bei den Händlern im Inneren des Hauses war auch vielfältig, aber auch hier vermisste ich ein paar alte Bekannte. Die neuen Stände konnten nicht ganz über diesen Mangel hinwegtrösten. Dazwischen sah man immer wieder ­schöne Kostüme, die deutlich zeigten, dass ihre Träger Spaß an der Sache hatten.

Fazit: Es war ein schöner Nordcon, aber im nächsten Jahr nehme ich mir wieder mehr Zeit dafür. Nur ein Tag ist definitiv zu wenig.

BERND MEYER

 

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Eine Antwort auf Nordcon 2012 – ein Tag ist zuwenig

  1. Carsten sagt:

    Hier würde mich doch mal interessieren, welche Händler gefehlt haben sollen…

    eigentlich waren es nur zwei, drei Stände weniger als in den Vorjahren… insbesondere auch deshalb weil zwei Händler einfach nicht gekommen sind.

    Schickt doch einfach mal eine Mail (2012@nordcon.de), welche Ausstellereuch auf dem NordCon gefehlt haben und welche ihr euch für nächstes Jahr wünscht. Wir freuen uns immer über konstruktive Kritik. :-)