Monatsarchive: Juli 2012

Super Pulp 2 – das Fachblatt für Pulp-Thriller, Horror & Science Fiction

Super Pulp 2Pulp – ein Genre, dass mich seit meiner Jugend anspricht. Was zum einen recht lange her ist und zum anderen mir damals gar nicht bewusst war, da ich damals den Begriff Pulp noch nicht kannte. Aber gefallen hat es mir doch.
Später erfuhr ich dann von all den Dingen, die mir entgangen waren. „Weird Tales“ und wie sie alle hießen. Und nun gibt es einen Nachfolger. Der Verlags-Slogan lautet „Wir fordern: Schmutz und Schund für alle und beleben das gute alte Schundheft wieder“ – und er machte Lust, es mir einmal anzusehen.

Super Pulp 2 ist ein recht dünnes Heft, mit 38 Seiten unter dem Kaliber der normalen Heftromane. Aber der Inhalt gefiel mir durchaus. Das Heft enthält 3 kurze Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben, sowie einer redaktionellen Beilage, die in der Mitte eingeheftet wurde. Lies weiter!

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Guter Stil, oberflächlich:
Kirsten Spott – »Merlins Erben«

Kerstin Spott – „Merlins Erben“Ein Zitat aus „Harry Potter“ zur Einführung, ein Weltenwechsel auf den ersten vier, fünf Seiten – man befindet sich mitten in etwas, das man Neudeutsch wohl „Urban Fantasy“ nennen müsste. Die Handlung findet anfangs im Hier und Jetzt statt, wie man auf den ersten Seiten erfährt: „Ein Zauberlehrling und ein kleiner Halbling lockten gerade Millionen Menschen in die Kinos(…).“ (S. 17 f.). Danach kommt es dann immer wieder zu Reisen in die Anderswelten.

Bald kommt man in einen keltisch-nordischen „Mythen-Mix“, in dem Merlins Erbe (nicht umsonst ist „Merlins Erben“ der Titel des Buches) und nordische Figuren (wie „Wolf Fenris“ [S. 26] oder Thor) ineinander fließen. Bei Wolf Fenris ist Spott noch ein guter Name eingefallen, bei Frau Deinsty fragte ich mich beim Lesen immer, ob sie nicht „Destiny“ (Schicksal) heißen sollte. Wer weiß? Lies weiter!

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Tragende Grundidee, formal schwach: »Visionen« von Philip Schwarz

Philip Schwarz – »Visionen«„Ich werde einen uralten Menschheitstraum wahr machen!“. Davon ist Raja Souresh fest überzeugt. Der charismatische Souresh lebt im 25. Jahrhundert. Die Menschheit ist in den Weltraum vorgestoßen und hat viele Planeten bereits von ihres gleichen bevölkert vorgefunden. Wie es dazu kam, bleibt im Verborgenen. Jedenfalls ist in den letzten Jahrhunderten unter der Führung der Erde eine menschliche Zivilisation entstanden, die sich immer weiter ausbreitet. Allerdings hängt sie noch den moralischen Werten des 21. Jahrhunderts an. Die Menschheit hat sich als Ganzes nicht weiterentwickelt, sondern ihre Gesellschaft ist weiterhin auf dem kapitalistischen System ihrer Vorfahren aufgebaut. Wobei die Erde und ihre Bevölkerung im Zentrum steht und die neu entdeckten, technologisch angepassten Planeten lediglich eine untergeordnete Rolle im Machtgefüge spielen. Es verwundert einen deshalb nicht, wenn das Heer der Unzufriedenen nach und nach größer wird und viele Planeten nach einer größeren Unabhängigkeit streben. Lies weiter!

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Liebestanz der Brustmuckies – »Die Reise zur geheimnisvollen Insel«

„Die Reise zur geheimnisvollen Insel“Ich schicke voraus, dass ich sicher nicht zum Zielpublikum dieses Films gehöre, aber nachdem mir durch Zufall die Anfang Juli auch in Deutschland erhältliche Blu-ray in die Hände fiel, habe ich es einfach mal gewagt.
Erzählt wird die Geschichte des jungen Sean Anderson, der einen verschlüsselten Notruf seines Großvaters (Michael Caine) empfängt und sich gemeinsam mit seinem Stiefvater Hank (Wrestler Dwayne »The Rock« Johnson) auf den Weg macht, um jene geheimnisvolle Insel zu finden, auf der angeblich die Bücher »Die Schatzinsel« (Robert Louis Stevenson), »Gullivers Reisen« (Jonathan Swift) und »Die geheimnisvolle Insel« (Jules Verne) basieren. Im Quartett mit dem skurrilen Hubschrauberpiloten Gabato und seiner hübschen Tochter Kailani verschlägt es die Truppe tatsächlich auf ein mysteriöses Eiland, das allerdings kurz davor steht, im Meer zu versinken. Und so macht man sich auf die Suche nach der dereinst von Kapitän Nemo versteckten NAUTILUS, der einzigen Möglichkeit, der bevorstehenden Katastrophe zu entkommen. Lies weiter!

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Zum Tod von Raymond Douglas Bradbury, genannt Ray

Fahrenheit 451Die Alten verlassen uns. Schon das ist ­erschreckend. Noch erschreckender ist der Gedanke daran, wie lange sie uns schon begleitet haben. Dass wir ihre ­Werke in jungen Jahren begeistert entdeckten, mit denen sie uns neue Welten eröffneten und in denen wir noch immer aber nach vielen Jahren mit weniger ­jugendlicher Begeisterung und abgestumpft von ubiquitärer medialer ­Berauschung schwelgen.

Nun hat es Ray Bradbury erwischt. Als mich die Nachricht von seinem Tod erreichte war die erste Reaktion eine ungehörige: „Oh, er lebte noch!“. Ray Bradbury wurde 91 Jahre alt. Immer wieder fielen mir seine Romane, ob es die bekannten Science Fiction Romane oder die eher poetischen, romantischen Mainstream-Novels waren, in die Hand. Er hat mich eine lange Zeit begleitet. Und wird es auch zukünftig. Lies weiter!

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Ray Bradbury – eine Legende

Am Dienstag, den 5. Juni 2012, vermeldete dpa den Tod des Science Fiction ­Autors Ray Bradbury. Der Verlag ­Harper Collins bestätigte, dass Ray Bradbury in Los ­Angeles im Alter von 91 Jahren verstarb. Sein Enkel, Danny Karpetian, teilte der Website io9 dazu mit:

„Wenn ich etwas dazu sagen kann, dann wäre es, wie sehr ich ihn liebe und vermisse. Er beeinflusste so viele Künstler, Schriftsteller, Lehrer und auch Wissenschaftler. Doch sein Vermächtnis lebt in den vielen Büchern, Filmen, Fernseh- und Theateraufführungen fort. Aber viel wich­tiger ist mir, dass er im Gedächtnis und dem Herzen seiner Leser verbleibt.“

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Abschied von Ray Bradbury

Viele von uns kennen die Werke von Ray Bradbury wahrscheinlich aus ihrer Schulzeit, und obwohl ich selbst „Fahrenheit 451“ im Unterricht lesen „musste“, war es für mich eine Einstiegsdroge in ein ganz spezielles Subgenre der Science Fiction-Literatur. Mit Ray Bradbury verliert die Welt der Leser und Autoren auch einen sehr produktiven Schriftsteller. Neben seinen bereits genannten, bekanntesten Werken, stammen über 500 Kurzgeschichten, Gedichte, ­Romane, Theaterstücke und Drehbücher seiner Feder. Seine Idealvorstellung schriftstellerischer Produktivität setzte er bei 1.000 geschriebenen Worten pro Tag an. Nicht zuletzt dieser Disziplin und der Qualität seiner Werke wegen hat Ray Bradbury bis heute den Ruf zu verdanken, einer der ersten Schriftsteller gewesen zu sein, die den oft belächelten Genres Science-Fiction und Phantastik ernsthafte Anerkennung in der Literaturszene verschaffen konnten. Lies weiter!

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Gib Gummi, Gucky!*
Comicsalon Erlangen 2012

Perry 140

Mein erster Comic-Salon! Kurz entschlossen schaue ich in der mittelfränkischen Kleingroßstadt Erlangen vorbei, in der alle zwei Jahre das bedeutendste deutsche ­Comic-Festival stattfindet (im Wechsel mit dem Comic-Festival München). Ich erreiche die Heinrich-Lades-Halle in genau dem Moment als die Kassen geöffnet werden und stehe erstmal vor einer gewaltigen Menschenschlange. Da rufe ich doch mal Maikel Das an, den Verleger der PERRY-Comics, um mich zu vergewissern, dass ich keine Tageskarte zu kaufen brauche, sondern an Eingang 2 einen Künstlerausweis der Alligator-Farm abholen kann. Schon bin ich drin und treffe meine Alligator-Kumpels, von denen ich einige erst bei dieser Gelegenheit persönlich kennen lerne. Die meisten von ­ihnen sind erfahrene Erlangen-Besucher, Maikel z. B. war seit 1984 schon bei jedem einzelnen Comic-Salon dabei. Lies weiter!

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Großartiger Spagat – Internationaler
Comic-Salon Erlangen 2012

Comicsalon 2012Vom 7. bis 10. Juni war erneut der ­Internationale Comic-Salon im fränkischen Erlangen. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival der sogenannten neunten Kunst möchte hierbei das ­gesamte Spektrum an Comics feiern: ­sowohl Manga, als auch frankobelgisch, Graphic-Novels und Superhelden, Alben wie auch Heftchen, Taschenbücher wie digitale Ausgaben.
Gleichzeitig gelingt dem Comic-Salon etwas, was viele Kulturfestivals missen: Er bietet einen niederschwelligen Einstieg in die Themen und schafft auf eine großartige Art und Weise den Spagat zwischen Kunst und Kommerz. Hierbei versteht man sich sowohl als Kulturfestival, wie auch als Messe, bzw. eher nerdige Convention. Lies weiter!

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ImagiNation – Zwischen Genie und Wahnsinn

ImagiNationDer Rollenspielentwickler James ,Grim‘ Desborough sucht über die Fundraising-Plattform indiegogo.com Sponsoren für sein neues System mit dem klingenden Namen „ImagiNation“. Obwohl die Informationen zum Spiel selbst noch relativ mager sind, bemerkt man bei einem näheren Blick darauf, dass „ImagiNation“ eine durchaus interessante Idee zugrunde liegt.
In der Sektion „Intro“ zum Spiel gibt James Desborough an, selbst unter Depressionen zu leiden. Allerdings ohne dabei pathetisch zu werden oder Selbstmitleid anklingen zu lassen. Viel mehr scheint er gerade diese Depression als kreativen Treibstoff zu sehen, der die Idee zu diesem speziellen Spielsystem erst möglich gemacht hat. Außerdem möchte der Autor von „ImagiNation“ das Spiel gratis zugänglich machen, um auch anderen, die vielleicht mit ähnlichen Problemen kämpfen, einen neuen Zugang zum ernsten Thema der Depression zu ermöglichen. Lies weiter!

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