Archiv des Autors: Michael Erle

Über Michael Erle

Autor von Fiction (Fantasy, SciFi, Thriller) und Non-Fiction-Texten. In viele von meinen Werken spielt Musik eine wichtige Rolle, was sicher auch daran liegt, dass ich mich auch zum Musiker berufen fühle. Im bürgerlichen Leben verdiene ich mein Geld mit Pressearbeit für IT- und Hightechfirmen. Nein, ich kann eure Computer trotzdem nicht reparieren.

»Iron Sky« vs. »Paul« – SciFi als spöttische Nabelschau

Paul vs. Iron SkyEs ist eine alte Weisheit, dass die beste Science Fiction diejenige ist, die durch die Brille der Vision einen neuen Blick auf die Welt ermöglicht, in der wir leben. Zwei der erfolgreicheren SciFi-Filme der letzten Jahre waren Komödien, und folgerichtig warfen sie einen spöttischen Blick auf unsere Zeit. Nun machen zwar zwei Ufos noch keinen Sommer, aber „Paul“ und „Iron Sky“ könnten ein Trendsignal sein: SciFi und verwandte Genres bestehen in den 2010ern am besten im Limbus des Scherzes, des sarkastischen Gegenwartskommentars. Aber nicht mehr als ernstzunehmendes Genre. Diese Zeiten sind vorbei. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Filme | Getaggt mit , , , , , ,
1 Kommentar

Rena Larf – Von der Macht des gesprochenen Wortes

Rena Larf Rena Larf hatte ihre Laufbahn als Autorin (unter anderem von „Der Sternenprinz: und andere FantasyMärchen“) im Jahr 2008 durch den „Fantasy Channel“ erweitert, einen Genre-Channel des Hamburger Literatur-Radios. Der große Erfolg dieses Online-Podcast-Angebots und drei weiterer Kanäle zu Märchen, Erotik und Krimi führten dazu, dass ihr bald entsprechende Kanäle im GT-Radio, einem weiteren Online-Angebot, angeboten wurden. Die zahlreichen Texte, die sie hier als Podcast veröffentlichte (so etwa auch Wolfgang Hohlbeins „Engel der Nacht“ (hier Teil 1 und Teil 2) brachten ihr 2010 eine Nominierung für den Deutschen Engagementpreis ein. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Autoren | Getaggt mit , , , , , ,
Kommentare deaktiviert

»John Carter – Zwischen zwei Welten«
Großer Quatsch – und großartige Unterhaltung

„John Carter“ - Luftschiff

»John Carter« basiert auf den Werken Edgar Rice Burroughs’, einem spätberufenem Autor aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Burroughs ist besser bekannt für sein zweites großes Opus, »Tarzan«. Er ist tief in der Kultur der Pulp-Romane verankert, die aus dem viktorianischen Weltbild schöpfen. Bei Tarzan zeigt sich das im verklärten Bild des Kolonialismus, bei den Barsoom-Geschichten (deren Held John Carter ist) treten Grünhäutige Aliens an die Stelle Dunkelhäutiger Menschen, sechsbeinige Monstren nehmen den Platz der Elefanten ein, und der Transit zwischen den Welten geschieht nicht auf dem Dampfschiff, sondern mittels einer nicht näher definierten, magieähnlichen Technologie. Burroughs war kein großer Fan technischer Fiktion, so dass sich John Carter ganz uner­klärt auf dem Roten Planeten wiederfindet. Er wird dort in eine Reihe von Abenteuern verwickelt, an deren Ende er Schlachten schlägt, Welten rettet, eine Prinzessin heiratet, Ruhm und Reichtum erlangt und ganz allgemein das Happy End eines Action-Helden erreicht. Insofern hat der Film nichts Neues zu bieten. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Filme | Getaggt mit , , , , , , , ,
1 Kommentar

»Chefredakteur tot« – geblasen mit Boromirs Horn

Signalhorn Automatisierung ist langweilig, aber notwendig. Als Sparte des Maschinenbaus und der Prozesstechnik ist sie eine segensspendende Technologie, die aber nicht viel Unterhaltung bietet. Ingenieure dieses Zweigs, so muss man annehmen, suchen sich ihren Spaß woanders. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass viele von ihnen Fantasyfans sind; zwar gibt es keine Studien dazu, aber ich würde vermuten, dass Nerds (also die Ingenierue von morgen) in größerem Maß SciFi- und Fantasy-affin sind als etwa Geisteswissenschaftler. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Magazin | Getaggt mit , , ,
Kommentare deaktiviert

Fantasy Ja! Aber bitte ohne Freaks!

Goth Geisha Es dürfte kein Zweifel daran bestehen: Geekdom und vor allem Fantasy haben den Massenmarkt erobert. In den 2000er waren neun der Top-10-Filme Fantasy/SciFi. Dieser Trend hat seinen Anfang in den 70er Jahren („Star Wars“, „Superman“), und wenn sich damals wie heute sicher noch Kritiker des Genres finden, so darf man doch feststellen: von A wie Alderaan bis Z wie Zwerg hat der Mainstream so ziemlich jedes Element einer Gedankenwelt, die früher noch Geeks, Dorks und Freaks gehörte, aufgesogen. Vampire als bevorzugte Lektüre von Teenagermädchen waren sozusagen der letzte Nagel im Sarg des Nischendaseins unseres Lieblingsgenres.

Foto: fluffy_steve (CC BY-NC-ND 2.0) Lies weiter!

Veröffentlicht unter Fans | Getaggt mit , , , , , , ,
4 Kommentare

Bettlektüre für die Schwarze Szene: Michael Zandt, »Hapu: Teufel im Leib«

Michael Zandt - „Hapu: Teufel im Leib“ Hapu ist eine Asartu, eine Art Katzenmensch, die als wohlintegrierte Minderheit in der menschlichen Gesellschaft leben. Sie, wie auch die meistenteils christlichen (!) Dämonen, sind Geschöpfe Luzifers, den die Asartu weiterhin anbeten, auch wenn der Höllenfürst machtlos in einem ewigen Gefängnis schmachtet. Es existiert eine Insel genannt Kemet, auf der orthodoxe Asartu eine eigene, von der Weltgemenschaft geächtete Nation errichtet haben. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Bücher | Getaggt mit , , ,
Kommentare deaktiviert

Post-Larp-Blues

Viele Fandoms kennen die eine oder andere Art von Nach-dem-Event-Blues. Ob Anime oder Furries, Re-Enacter oder Festivalbesucher: bei jedem setzt nach einem tollen Wochenende eine Phase der Ernüchterung ein: oh Scheiße, der Alltag hat auf mich gewartet. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Cons | Getaggt mit , ,
1 Kommentar

Schöne Frauen, skurriler Humor: „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“

Im Herbst 2010 ist ein Film in die deutschen Kinos gekommen und gleich wieder daraus verschwunden, der mehr verdient hätte, als das minimale Presseecho, Marketingvolumen und die Beschränkung auf einige wenige Leinwände und Nachmittagsvorstellungen. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Bücher | Getaggt mit , , , , ,
Kommentare deaktiviert

Sucker Punch: lobotomisiert & nichtssagend

Zack Snyder, Regisseur, Produzent und teilweise Autor von Filmen wie „300“ und „Watchmen“, muss sich diese Richtlinie zu Herzen genommen haben. Er hat ein schönes Musikvideo gedreht (nicht sein erstes übrigens: er stand schon für Morrissey und My Chemical Romance hinter der Kamera) und nannte es „Su­cker Punch“. Warum es zwei Stunden lang ist und als Kinofilm verkauft wird, muss allerdings ein Rätsel bleiben. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Filme | Getaggt mit , , ,
Kommentare deaktiviert

Cherie Priest – „Boneshaker“

Mitte der 70er Jahre des neunzehnten Jahrhunderts: Seattle ist eine Geisterstadt. Nach einem mysteriösen Angriff – oder war es ein Unfall – strömt seit 16 Jahren ein verheerendes Gas aus dem Untergrund. Lies weiter!

Veröffentlicht unter Bücher | Getaggt mit , ,
Kommentare deaktiviert