Archiv des Autors: ruediger

Überbelichtete Trägheit: »Hell«

„Hell“ - PosterZugegeben: Für eine deutsche Produktion ist der düstere Endzeit-Streifen des Schweizer Regisseurs Tim Fehlbaum erstaunlich gut, sprich: muss sich hinter internationalen Produktionen gleichen Kalibers keineswegs verstecken. Insofern fällt es mir auch nicht leicht, den subjektiv als doch arg dröge und langatmig empfundenen Erzählstil des Streifens hervorzuheben, aber so habe ich den Film nun einmal erlebt. Die weder besonders originelle, noch über die Maßen dramatische Story plätschert lange Zeit dahin, untermalt mit dünnen Dialogen und emotionaler Gleichförmigkeit. Erst gegen Ende der eineinhalb Stunden, als sich der düstere Plot des Films offenbart, kommt so etwas wie Spannung auf, die jedoch durch das zu kurze und oberflächlich inszenierte Finale schnell wieder verfliegt. Lies weiter!

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Au weia! – »Battleship«

„Battleship“ - Poster ItalienAu weia! Das dachte ich im Kino wohl zum ersten Mal nach einer knappen Stunde, als mir klar wurde, dass es nicht besser, sondern eher noch schlechter werden würde. Um es vorauszuschicken: Ich habe bis zum bitteren Ende durchgehalten und mir die komplette, gut zweistündige Dröhnung dieses Werbefilms für die US Navy gegeben. Nach »World Invasion: Battle Los Angeles« (siehe FO 264), einem zu lang geratenen Rekrutierungsvideo der US Army, folgt nun also »Battleship«, das Pendant für die amerikanischen Seestreitkräfte. Lies weiter!

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Berechtigte Lobeshymnen – »Chronicle«

„Chronicle“Für vergleichsweise mickrige 15 Mio. US-Dollar gedreht, zeigt dieser Film wieder einmal, dass es weder aufgeblasene Hollywood-Budgets, noch überbezahlte Superstars braucht, um einen grandiosen Science Fiction-Film zu produzieren. Der zu Recht mit Lobeshymnen überschüttete Streifen, der von Regisseur Josh Trank und Drehbuchautor Max Landis realisiert wurde, erzählt die Geschichte der drei Teenager Andrew, Matt und Steve, die im amerikanischen Seattle dieselbe High School besuchen. Nach einer nächtlichen Party findet das Trio zufällig ein mysteriöses Loch im Boden und stößt in einer Höhle auf ein leuchtendes, kristallines Objekt. Am nächsten Tag entdecken die drei jungen Männer, dass sie plötzlich telekinetische Fähigkeiten besitzen. Lies weiter!

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Leichte Muse, bedenkenlos: »Dark Shadows«

„Dark Shadows“In den USA besitzt die Horror-Soap Opera »Dark Shadows, die von 1966-71 mit mehr als 1200 Episoden im Fernsehen lief, längst Kult-Status. Der aktuelle Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle, ist nicht das erste Revival der Story um die Familiengeschichte der Collins, die von reichlich Vampiren, Werwölfen, Geistern und Hexen dominiert wird. Das von Tim Burton (»Alice im Wunderland«, »Sweeney Todd«) inszenierte Werk konzentriert sich (wie später auch die Serie) auf den rund 200 Jahre alten Vampir Barnabas Collins (Depp), der Ende des 18. Jahrhunderts von der Hexe Angelique Bouchard lebendig begraben wird. Als ihn Bauarbeiter im Jahr 1972 aus seinem Gefängnis befreien, kehrt er zu seiner inzwischen verarmten Familie zurück und nimmt den Kampf gegen seine Erzfeindin auf. Lies weiter!

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Platt und einfallslos – »Der Diktator«

Eine Aneinanderreihung harmloser, ja geradezu beleidigend banaler Zoten ohne jeden Biss. Die wenigen Gags, die wirklich zünden, findet man in den ersten zehn Minuten. Danach herrscht erst die große Sprachlosigkeit. Und am Ende ist ob der vorpubertären Sexual- und Fäkalwitze ausgiebiges Fremdschämen angesagt. Selten haben mich 80 Minuten so tief enttäuscht. Lies weiter!

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Minutenlang erstarrte Miene –
»Die Frau in Schwarz«

„Frau in Schwarz“ - Poster »Die Frau in Schwarz« einen Horrorfilm zu nennen, wäre angesichts der Altersfreigabe und der somit naturgemäß sehr zahmen Inszenierung übertrieben. Gruselfilm trifft es da schon eher. Radcliffe spielt den Anwalt Arthur Kipps, der Anfang des 20. Jahrhunderts von seinem Büro beauftragt wird, in das abgelegene Küstendorf Crythin Gifford zu reisen und dort den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu regeln. Die Dorfbewohner begegnen ihm von Beginn an feindselig und legen ihm eine möglichst sofortige Rückreise nach London ans Herz. Kipps lässt sich jedoch nicht einschüchtern und bleibt. Bei der Durchsicht von Papieren der Verstorbenen in deren Anwesen, erscheint ihm mehrfach eine geheimnisvolle Frau in Schwarz – und das Unheil nimmt seinen Lauf. Lies weiter!

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Hautenger schwarzer Lederdress:
»Underworld: Awakening«

„Underworld: Awakening“ - PosterOkay, lassen wir Kate Beckinsale im hautengen schwarzen Lederdress mal beiseite. Für so manchen (männlichen) Kinobesucher reichte die ja schon aus, um sich die ersten beiden Teile der Underworld-Saga gleich mehrfach anzuschauen. Ich nehme mich selbst da gar nicht aus. Nach dem eher müden »Underworld: Aufstand der Lykaner«, einem Prequel aus dem Jahr 2009, in dem es gar keine Kate Beckinsale im hautengen schwarzen Lederdress gab, war die Saga für mich persönlich ohnehin an ihrem Ende angekommen. Doch »Underworld: Awakening« ist wieder eine waschechte Fortsetzung und spielt zwölf Jahre nach dem zweiten Teil. Außerdem – der geneigte Leser mag es ahnen – ist auch Kate Beckinsale im hautengen schwarzen Lederdress wieder mit dabei. Lies weiter!

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Emotionale Tiefe – »Hugo Cabret«

»Hugo Cabret« PosterOhne seine Nominierung als Bester Film und die fünf Oscars, die der Streifen schließlich gewonnen hat (Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bester Tonschnitt, Beste Tonmischung und Beste visuelle Effekte), hätte ich mir »Hugo Cabret« wohl eher nicht angesehen. Es ist schon schwer genug, allein im Phantastik-Genre einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben und sich dort zumindest die wichtigsten Veröffentlichungen anzusehen. Eine über zwei Stunden lange Literaturverfilmung nach einem Kinderbuch von Brian Selznick, auch wenn ein Martin Scorcese Regie führt, fällt da so sehr aus dem Rahmen, dass sie es wohl nicht auf meinem Merkzettel für die nächsten Kinobesuche geschafft hätte. Lies weiter!

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Eine Wagenladung Coolness – »The Avengers«

„Avengers“ Es geht – wie kann es bei einer Ansammlung von so vielen Marvel-Charakteren auch anders sein – mal wieder um das Schicksal der Welt. Wer »Captain America« gesehen hat, erinnert sich bestimmt noch an den Tesserakt, ein aus dem Reich Asgard stammendes, würfelförmiges Artefakt, das ungeheure Energiemengen speichert. Nun stellt sich heraus, dass das Objekt unter anderem auch ein interdimensionaler Portalöffner ist, und in dieser Funktion den Chitauri, einer außerirdischen Kriegerrasse, den Weg zur Eroberung der Erde ebnet. Lies weiter!

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Müdes Schauspiel: »Don’t Go In The Woods«

„Don’t go in the woods“
In irgendeiner englischen Review habe ich gelesen, dass Regisseur Vincent D’Onofrio (ja, der Schauspieler aus der Serie »Law & Order: Criminal Intent«) mit seinem Werk ein neues Sub-Genre geschaffen hätte: Glee-Horror (nach der sehr erfolgreichen US-Musical-/Dramaserie »Glee«). Dem mag so sein, doch ich hatte irgendwie das Gefühl, dass die Verantwortlichen nicht so recht wussten, was sie nun eigentlich drehen wollten: Ein Musical mit Horrorelementen oder einen Horrorfilm, in dem gesungen wird.
Lies weiter!

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