Tag-Archive: Dystopie

ImagiNation – Zwischen Genie und Wahnsinn

ImagiNationDer Rollenspielentwickler James ,Grim‘ Desborough sucht über die Fundraising-Plattform indiegogo.com Sponsoren für sein neues System mit dem klingenden Namen „ImagiNation“. Obwohl die Informationen zum Spiel selbst noch relativ mager sind, bemerkt man bei einem näheren Blick darauf, dass „ImagiNation“ eine durchaus interessante Idee zugrunde liegt.
In der Sektion „Intro“ zum Spiel gibt James Desborough an, selbst unter Depressionen zu leiden. Allerdings ohne dabei pathetisch zu werden oder Selbstmitleid anklingen zu lassen. Viel mehr scheint er gerade diese Depression als kreativen Treibstoff zu sehen, der die Idee zu diesem speziellen Spielsystem erst möglich gemacht hat. Außerdem möchte der Autor von „ImagiNation“ das Spiel gratis zugänglich machen, um auch anderen, die vielleicht mit ähnlichen Problemen kämpfen, einen neuen Zugang zum ernsten Thema der Depression zu ermöglichen. Lies weiter!

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Überbelichtete Trägheit: »Hell«

„Hell“ - PosterZugegeben: Für eine deutsche Produktion ist der düstere Endzeit-Streifen des Schweizer Regisseurs Tim Fehlbaum erstaunlich gut, sprich: muss sich hinter internationalen Produktionen gleichen Kalibers keineswegs verstecken. Insofern fällt es mir auch nicht leicht, den subjektiv als doch arg dröge und langatmig empfundenen Erzählstil des Streifens hervorzuheben, aber so habe ich den Film nun einmal erlebt. Die weder besonders originelle, noch über die Maßen dramatische Story plätschert lange Zeit dahin, untermalt mit dünnen Dialogen und emotionaler Gleichförmigkeit. Erst gegen Ende der eineinhalb Stunden, als sich der düstere Plot des Films offenbart, kommt so etwas wie Spannung auf, die jedoch durch das zu kurze und oberflächlich inszenierte Finale schnell wieder verfliegt. Lies weiter!

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Ideales Kino – »The Hunger Games«

Die Vereinigten Staaten existieren nicht mehr. An ihrer Stelle entstand Panem. Ein politisches Konstrukt, unter dem zwölf Distrikte ausgebeutet werden, damit im machtvollen Capitol der Überfluß verpraßt werden kann. Ein Aufstand der Distrikte, vor mehr als sieben Jahrzehnten, wurde mit aller Gewalt niedergeschlagen, der Distrikt 13 gar ausgelöscht. Ausbeutung und Mangel sind der Machtelite aber nicht genug. Sie fordert einen jährlichen Blutzoll, eine Todeslotterie, die zwölf Mädchen und zwölf Jungen im Alter zwischen 12 und 18 einfordert. Tribut an die Zentralgewalt, die sich mit nicht weniger als dem jährlichen Tod von 23 zufrieden geben will. In einem Ritual ausgewählt, in einer glitzernden Show vorgeführt und schlußendlich zum öffentlichen Töten gezwungen. Lies weiter!

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Recently on British TV: »Black Mirror«

„Black Mirror“ Poster Journalist, Drehbuchautor und Moderator Charlie Brooker befaßt sich seit Jahren mit dem kritisch, satirischen Blick auf das Geschehen im britischen TV. Sei es in Zeitungskolumnen, Kritiken oder eigenen Sendungen. Mit stellt er sich dabei die Frage, inwieweit sich angesagte Unterhaltungsformate auf die Sichtweisen der Menschen auswirken. Ist die Häme über einen vorgeführten Loser von neuer Qualität, oder ist sie nur die Fortführung des Dorfklatsches, bei dem man/frau sich das Maul zerreißt. Wirkt die Anonymität vor dem Flimmerkasten wie ein Katalysator für die niedrigen Instinkte? Ist uns öffentlich gewaschene Schmutzwäsche ab einem Punkt zuviel, oder halten wir es wie das Publikum im antiken Colosseum!? Lies weiter!

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Unerfüllte Wünsche:
Stephan R. Bellem – »Welt aus Staub«

Stephan R. Bellem - „Welt aus Staub“ Trotz aller Versuche, eigene Wege zu gehen und bekannte Muster zu vermeiden, ist „Welt aus Staub“ eine konventionelle Geschichte. Sie hat spannende Momente, packt mich aber nicht. Ich finde nichts zum Mitfiebern, ich zweifele nicht, daß Elaine einen Ausweg findet, ich hätte nichts dagegen, den Langweiler Sam ins Unglück rennen zu sehen, ich mag nicht wirklich glauben, daß die Bösen so dämlich sind. Probe nicht bestanden. Lies weiter!

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