Tag-Archive: FO275

Minutenlang erstarrte Miene –
»Die Frau in Schwarz«

„Frau in Schwarz“ - Poster »Die Frau in Schwarz« einen Horrorfilm zu nennen, wäre angesichts der Altersfreigabe und der somit naturgemäß sehr zahmen Inszenierung übertrieben. Gruselfilm trifft es da schon eher. Radcliffe spielt den Anwalt Arthur Kipps, der Anfang des 20. Jahrhunderts von seinem Büro beauftragt wird, in das abgelegene Küstendorf Crythin Gifford zu reisen und dort den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu regeln. Die Dorfbewohner begegnen ihm von Beginn an feindselig und legen ihm eine möglichst sofortige Rückreise nach London ans Herz. Kipps lässt sich jedoch nicht einschüchtern und bleibt. Bei der Durchsicht von Papieren der Verstorbenen in deren Anwesen, erscheint ihm mehrfach eine geheimnisvolle Frau in Schwarz – und das Unheil nimmt seinen Lauf. Lies weiter!

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Gelungene Hörbuchpremiere für »Isar 2066 – Jimmy der Mops«

Miriam Pharo - „Isar 2066“ Miriam Pharo ist dafür bekannt, dass sie gerne Klischees bricht. Eine Frau, die sich erfolgreich im Science-Fiction-Genre behaupten kann, ist immerhin nicht allzu häufig anzutreffen. Wenn dann zu einem eBook ein Hörbuch erscheint, ist dies ebenfalls ungewöhnlich. Miriam Pharo hat diesen Schritt gewagt und damit ein gelungenes Hörbuch präsentiert. Lies weiter!

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»Iron Sky« vs. »Paul« – SciFi als spöttische Nabelschau

Paul vs. Iron SkyEs ist eine alte Weisheit, dass die beste Science Fiction diejenige ist, die durch die Brille der Vision einen neuen Blick auf die Welt ermöglicht, in der wir leben. Zwei der erfolgreicheren SciFi-Filme der letzten Jahre waren Komödien, und folgerichtig warfen sie einen spöttischen Blick auf unsere Zeit. Nun machen zwar zwei Ufos noch keinen Sommer, aber „Paul“ und „Iron Sky“ könnten ein Trendsignal sein: SciFi und verwandte Genres bestehen in den 2010ern am besten im Limbus des Scherzes, des sarkastischen Gegenwartskommentars. Aber nicht mehr als ernstzunehmendes Genre. Diese Zeiten sind vorbei. Lies weiter!

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Kreuzfahrt der besonderen Art
Andreas Dresen, »Freiträumer«

Andreas Dresen - „Freiträumer“Laut landläufiger Meinung sind Träume das, was unser Unterbewusstsein im Schlaf aufarbeitet. Träume sind nicht logisch. Träume sind nicht immer schön. Genau der richtige Ansatz für Andreas Dresen.

Jonathan Paulus ist Regierungsbeamter und wird zu einer Kreuzfahrt der besonderen Art eingeladen. Während einer Reise auf der „Sanfte Träume“ soll er entscheiden, ob die Menschheit kommerziell die sogenannten Traumräume bereisen darf. Mit Hilfe von Langstreckenträumern können die privilegierten Passagiere der „Sanfte Träume“ ihre Träume bereisen.
Mit an Bord befindet sich Burton Blake, der Paulus ein wenig suspekt ist. Denn anscheinend kann Blake – obwohl er kein Langstreckenträumer ist – in die Träume der anderen eingreifen. Und da ist noch der neureiche Josef McNamarra, Geldgeber des Projekts und begierig darauf, den Bericht, den Paulus für das Ministerium schreiben soll, positiv zu beeinflussen. Lies weiter!

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Emotionale Tiefe – »Hugo Cabret«

»Hugo Cabret« PosterOhne seine Nominierung als Bester Film und die fünf Oscars, die der Streifen schließlich gewonnen hat (Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bester Tonschnitt, Beste Tonmischung und Beste visuelle Effekte), hätte ich mir »Hugo Cabret« wohl eher nicht angesehen. Es ist schon schwer genug, allein im Phantastik-Genre einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben und sich dort zumindest die wichtigsten Veröffentlichungen anzusehen. Eine über zwei Stunden lange Literaturverfilmung nach einem Kinderbuch von Brian Selznick, auch wenn ein Martin Scorcese Regie führt, fällt da so sehr aus dem Rahmen, dass sie es wohl nicht auf meinem Merkzettel für die nächsten Kinobesuche geschafft hätte. Lies weiter!

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Nicht preiswürdig, aber lesenswert: »Katharsia« von Jürgen Magister

Jürgen Magister - »Katharsia«Für den 14jährigen Sando wird ein Traum wahr: Er reist mit seiner Klavierlehrerin Maria, die er heimlich verehrt, durch Marokko. Während sie locker miteinander scherzen endet der Ferientrip abrupt. Ihr Reisebus wird durch islamische Gotteskrieger gestürmt. Sie töten sowohl Sando als auch Maria.

Ein Roman, in dem die Hauptfigur schon auf den ersten Seiten stirbt, beginnt zumindest ungewöhnlich. Doch Sando ist nicht wirklich tot. Seine Seele gelangt nach Katharsia. Die Seelen der Verstorbenen bleiben dort so lange, bis sie mit sich ins Reine kommen. Katharsia ist eine Parallelwelt – aber es ist nicht das Paradies. Das merkt auch der junge Sando schnell.
Damit die Seelen der Verstorbenen sich in Katharsia manifestieren können, brauchen sie Retamin. Durch diesen Stoff erhalten sie einen neuen Körper. Wer genug Retamin hat, kann sich damit auch einen Diener, ein eigenes Kind oder gigantische Fabelwesen erschaffen. Leider geht dieses Retamin zur Neige. Nicht allen Seelen gelingt es, einen Körper in Katharsia zu bekommen. Lies weiter!

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Fandom Observer 275

Fandom Observer 275FANDOM OBSERVER 275 ist erschienen. Chefredakteur Olaf Funke präsentiert auf 18 Seiten die folgenden Themen:

  • Titelgeschichte: Robert Musa über „Die Tribute von Panem“
  • Vergleich: Michael Erle über die ungleichen Brüder „Paul“ und „Iron Sky“

Und das erwartet euch außerdem … Lies weiter!

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Grundlos gescheitert:
China Miévilles »Embassytown«

China Miéville - „Embassytown“China Miévilles Roman „Perdido Street Station“ hat mich damals umgehauen – wegen seiner Sprache, wegen seiner Einzigartigkeit und vor allem wegen seines Ideenreichtums jenseits aller Fantasyklischees. Seither hat Miéville alle möglichen Genres ausprobiert, überall mit dem Anspruch, mit einer bekannten Struktur etwas Neues zu erschaffen, meistens mit Erfolg. Dann kam „Embassytown“. China Miévilles Versuch, den klassischen Science-Fiction-Roman neu zu erfinden ist meines Erachtens grandios gescheitert und lässt mich als Fan mit der Frage zurück, ob ich den Autor überschätzt habe. Lies weiter!

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