Tag-Archive: FO276

Nazis weglachen – »Iron Sky«

„Iron Sky“ - PosterDass man, was diesen SF-Film betrifft, geteilter Meinung sein kann, ist nicht schwer nachzuvollziehen. Die einen werden ihn als geschmackloses, albernes und aus jeder eventuellen kritischen Stoßrichtung am Ziel vorbeigedrehtes Marketingprodukt verdammen, die anderen als urkomische, originelle und entlarvende Satire preisen. Und da spielt sicher der nach wie vor verkrampfte Umgang der Deutschen mit ihrer Nazi-Vergangenheit eine Rolle, die Reserviertheit der Masse gegenüber patriotischen Tendenzen und der als respektlos empfundenen Veralberung eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Lies weiter!

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Überbelichtete Trägheit: »Hell«

„Hell“ - PosterZugegeben: Für eine deutsche Produktion ist der düstere Endzeit-Streifen des Schweizer Regisseurs Tim Fehlbaum erstaunlich gut, sprich: muss sich hinter internationalen Produktionen gleichen Kalibers keineswegs verstecken. Insofern fällt es mir auch nicht leicht, den subjektiv als doch arg dröge und langatmig empfundenen Erzählstil des Streifens hervorzuheben, aber so habe ich den Film nun einmal erlebt. Die weder besonders originelle, noch über die Maßen dramatische Story plätschert lange Zeit dahin, untermalt mit dünnen Dialogen und emotionaler Gleichförmigkeit. Erst gegen Ende der eineinhalb Stunden, als sich der düstere Plot des Films offenbart, kommt so etwas wie Spannung auf, die jedoch durch das zu kurze und oberflächlich inszenierte Finale schnell wieder verfliegt. Lies weiter!

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Au weia! – »Battleship«

„Battleship“ - Poster ItalienAu weia! Das dachte ich im Kino wohl zum ersten Mal nach einer knappen Stunde, als mir klar wurde, dass es nicht besser, sondern eher noch schlechter werden würde. Um es vorauszuschicken: Ich habe bis zum bitteren Ende durchgehalten und mir die komplette, gut zweistündige Dröhnung dieses Werbefilms für die US Navy gegeben. Nach »World Invasion: Battle Los Angeles« (siehe FO 264), einem zu lang geratenen Rekrutierungsvideo der US Army, folgt nun also »Battleship«, das Pendant für die amerikanischen Seestreitkräfte. Lies weiter!

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Sehr wenig von allem – »Halana und der Turm des Schwarzen Herzogs«

Marco Reuther – »Halana und der Turm des Schwarzen Herzogs«Halana, eine junge Frau zunächst unbekannter Herkunft, hat sich als Kriegerin in ihrem ersten Kampf bereits so viele Meriten erworben, dass sie nun (8 Jahre später) bereits zu den angesehenen Kämpfern im friedliebenden Königreich Engaland zählt. Bis hin zum schurkischen Cosa, Herzog des Nachbarreiches Schwarzland, ist ihr Ruhm gedrungen, verbunden mit einigen Geheiminformationen: sie soll einer Gruppe von Kindern angehören, die aus dem abgeschlossenen Land der Zauberer stammen und somit fähig sein, diese Grenze unbeschadet zu passieren. Jeder andere, der dies versucht, wird von einer magischen Barriere verbrannt. Cosa lässt ihren Sohn Ruff entführen, um sie zu zwingen, ins Zauberland zu reisen und einen Magier anzuheuern, der ihm hilft, Engaland endlich zu erobern; ein Plan, der einige Lücken aufweist und auch sonst anders als erwartet abläuft. Lies weiter!

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FedCon XXI – Warten auf Shatner

FedCon XXI: WarteschlangeIm Mai 1992 fand die erste FedCon in Augsburg statt. Damaliger Gaststar: Walter Koenig. 20 Jahre später war die FedCon deutlich gewachsen und mittlerweile nach Düsseldorf umgezogen. Eins war geblieben: Walter Koenig als Gaststar.
Allerdings wurde in diesem Jahr der Name fast jedes Gaststars von einem in den Schatten gestellt und ein Großteil der Besucher hatte sich wegen ihm auf den Weg nach Düsseldorf gemacht – William Shatner. Der erfahrene Congänger konnte sich anhand des Programms ausrechnen, dass Shatner nicht vor Samstag in Düsseldorf auftauchen würde; und genoss somit die Ruhe vor dem Sturm, der nach der Halbzeit dann über die FedCon hereinbrechen sollte. Lies weiter!

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Berechtigte Lobeshymnen – »Chronicle«

„Chronicle“Für vergleichsweise mickrige 15 Mio. US-Dollar gedreht, zeigt dieser Film wieder einmal, dass es weder aufgeblasene Hollywood-Budgets, noch überbezahlte Superstars braucht, um einen grandiosen Science Fiction-Film zu produzieren. Der zu Recht mit Lobeshymnen überschüttete Streifen, der von Regisseur Josh Trank und Drehbuchautor Max Landis realisiert wurde, erzählt die Geschichte der drei Teenager Andrew, Matt und Steve, die im amerikanischen Seattle dieselbe High School besuchen. Nach einer nächtlichen Party findet das Trio zufällig ein mysteriöses Loch im Boden und stößt in einer Höhle auf ein leuchtendes, kristallines Objekt. Am nächsten Tag entdecken die drei jungen Männer, dass sie plötzlich telekinetische Fähigkeiten besitzen. Lies weiter!

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Heiterer Lesespaß – »Kopfloser, Herzlose«-Trilogie von Michael Erle

Michael Erle - „Kopfloser, Herzlose“Eine Söldneranführerin und ein Schelm, das ist eigentlich nicht unbedingt der Stoff für eine klassische Romanze. Aber man muss halt mit dem arbeiten, was man zur Verfügung hat … und Grouchox liebt Zoruna. Grouchox ist besagter Schelm, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht, denn weder die Söldneranführerin Zoruna noch ihre Truppe nehmen den schmächtigen Kerl sonderlich ernst. Vor allem, da Zoruna der Meinung ist, ein Offizier dürfe sich keine derartigen Gefühle leisten. Das alles jedoch hält Grouchox nicht davon ab, seiner Angebeteten schmachtend zu folgen. Auch wenn das bedeutet, mit auf das Handelsschiff GÜLDESEL zu gehen, zu dessen Schutz die Söldnertruppe angeheuert wurde. Und da eine gefahrlose Reise nun wirklich langweilig und einer Romanze nicht förderlich wäre, wird ihnen auch nicht ansatzweise langweilig. Lies weiter!

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Eurocon 2012: Kontakt – Tolle Tage in Zagreb

Eurocon 2012: MasqueradeDas ungewöhnlich warme und sonnige Wetter war nur eine der Sachen, die vier tolle SF-Tage in Zagreb geprägt haben – die SF-Tage waren nämlich die internationale Science Fiction Convention „Kontakt“, die die 34. kroatische SFeraKon mit der 34. Eurocon vom 26.–29.04. 2012 verbunden hat. „Die Kontakt-Veranstaltung hatte 1.300 Besucher, davon 300 Ausländer aus 28 Ländern (Australien und Kanada mit inbegriffen!). Wir sind mit dem SF-Treffen äußerst zufrieden, haben alle eine echt tolle Zeit verbracht und wie gehört, stehen wir mit der Meinung nicht alleine“, sagte Petra Bulić, die Vorsitzende des Zagreber Science Fiction Vereins „SFera“ und eine der Hauptorganisatoren der europäischen Science Fiction Convention, Eurocon 2012. Lies weiter!

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Leichte Muse, bedenkenlos: »Dark Shadows«

„Dark Shadows“In den USA besitzt die Horror-Soap Opera »Dark Shadows, die von 1966-71 mit mehr als 1200 Episoden im Fernsehen lief, längst Kult-Status. Der aktuelle Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle, ist nicht das erste Revival der Story um die Familiengeschichte der Collins, die von reichlich Vampiren, Werwölfen, Geistern und Hexen dominiert wird. Das von Tim Burton (»Alice im Wunderland«, »Sweeney Todd«) inszenierte Werk konzentriert sich (wie später auch die Serie) auf den rund 200 Jahre alten Vampir Barnabas Collins (Depp), der Ende des 18. Jahrhunderts von der Hexe Angelique Bouchard lebendig begraben wird. Als ihn Bauarbeiter im Jahr 1972 aus seinem Gefängnis befreien, kehrt er zu seiner inzwischen verarmten Familie zurück und nimmt den Kampf gegen seine Erzfeindin auf. Lies weiter!

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Marburgcon 2012: Familientreffen mit Zombies, Bestattern und Einhörnern

Der MarburgCon ist einer der kleineren Cons der Phantastik-Szene. Sehr klein und sehr familiär. Das Wort „Familientreffen“ hat an diesem Tag mindestens jeder zweite Besucher in den Mund genommen. Und doch hat der Con dieses Mal gleich mit mehreren Rekordzahlen aufzuwarten: „Wir hatten 85 Besucher“, strahlte Thomas Vaterrodt, einer der Organisatoren am Abend, nach dem Ende des offiziellen Programms. „Das war viel mehr als letztes Jahr.“ Auch die Ausstellerzahl ist gestiegen: 19 Verlage, Autoren und andere Phantastik-Schaffende fanden diesmal den Weg ins Bürgerhaus Niederweimar bei Marburg, im Vorjahr waren es nur elf. Lies weiter!

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