Archiv der Kategorie: Bücher

Definitive Leseempfehlung – »Das Schicksal der Welt« von Sean O’Connell

Sean O’Connell – „Das Schicksal der Welt“Da ist er nun, der sehnlichst erwartete zweite Teil der Serie. Bevor ich mich aber dem Inhalt widme, muss ich ein Versäumnis zugeben. Bedingt durch meine Unfähigkeit, mir rechtzeitig wieder eine Erkältung zuzulegen, konnte ich nicht prüfen, ob meine Kritik an der Balance des Buchs auch hier zutrifft. Dafür möchte ich um Entschuldigung bitten, wenn ich auch keine Besserung gelobe. Ich bleibe dann lieber schuldig und dafür erkältungsfrei. Aber zurück zum Inhalt. Lies weiter!

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Kreuzfahrt der besonderen Art
Andreas Dresen, »Freiträumer«

Andreas Dresen - „Freiträumer“Laut landläufiger Meinung sind Träume das, was unser Unterbewusstsein im Schlaf aufarbeitet. Träume sind nicht logisch. Träume sind nicht immer schön. Genau der richtige Ansatz für Andreas Dresen.

Jonathan Paulus ist Regierungsbeamter und wird zu einer Kreuzfahrt der besonderen Art eingeladen. Während einer Reise auf der „Sanfte Träume“ soll er entscheiden, ob die Menschheit kommerziell die sogenannten Traumräume bereisen darf. Mit Hilfe von Langstreckenträumern können die privilegierten Passagiere der „Sanfte Träume“ ihre Träume bereisen.
Mit an Bord befindet sich Burton Blake, der Paulus ein wenig suspekt ist. Denn anscheinend kann Blake – obwohl er kein Langstreckenträumer ist – in die Träume der anderen eingreifen. Und da ist noch der neureiche Josef McNamarra, Geldgeber des Projekts und begierig darauf, den Bericht, den Paulus für das Ministerium schreiben soll, positiv zu beeinflussen. Lies weiter!

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Nicht preiswürdig, aber lesenswert: »Katharsia« von Jürgen Magister

Jürgen Magister - »Katharsia«Für den 14jährigen Sando wird ein Traum wahr: Er reist mit seiner Klavierlehrerin Maria, die er heimlich verehrt, durch Marokko. Während sie locker miteinander scherzen endet der Ferientrip abrupt. Ihr Reisebus wird durch islamische Gotteskrieger gestürmt. Sie töten sowohl Sando als auch Maria.

Ein Roman, in dem die Hauptfigur schon auf den ersten Seiten stirbt, beginnt zumindest ungewöhnlich. Doch Sando ist nicht wirklich tot. Seine Seele gelangt nach Katharsia. Die Seelen der Verstorbenen bleiben dort so lange, bis sie mit sich ins Reine kommen. Katharsia ist eine Parallelwelt – aber es ist nicht das Paradies. Das merkt auch der junge Sando schnell.
Damit die Seelen der Verstorbenen sich in Katharsia manifestieren können, brauchen sie Retamin. Durch diesen Stoff erhalten sie einen neuen Körper. Wer genug Retamin hat, kann sich damit auch einen Diener, ein eigenes Kind oder gigantische Fabelwesen erschaffen. Leider geht dieses Retamin zur Neige. Nicht allen Seelen gelingt es, einen Körper in Katharsia zu bekommen. Lies weiter!

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Grundlos gescheitert:
China Miévilles »Embassytown«

China Miéville - „Embassytown“China Miévilles Roman „Perdido Street Station“ hat mich damals umgehauen – wegen seiner Sprache, wegen seiner Einzigartigkeit und vor allem wegen seines Ideenreichtums jenseits aller Fantasyklischees. Seither hat Miéville alle möglichen Genres ausprobiert, überall mit dem Anspruch, mit einer bekannten Struktur etwas Neues zu erschaffen, meistens mit Erfolg. Dann kam „Embassytown“. China Miévilles Versuch, den klassischen Science-Fiction-Roman neu zu erfinden ist meines Erachtens grandios gescheitert und lässt mich als Fan mit der Frage zurück, ob ich den Autor überschätzt habe. Lies weiter!

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Humanistische Grundhaltung:
Iain Banks – »Krieg der Seelen«

Iain Banks - „Krieg der Seelen“ Der 1954 in Schottland geborene Banks ergänzt seine Future History einer galaxisweiten Meta-Zivilisation um ein eigentlich naheliegendes Detail: In einem Kontinuum, in dem es möglich ist, das Bewusstsein zu digitalisieren und in beliebige Körper zu verpflanzen, ließe sich auch das von den diversen Religionen beschworene ewige Leben nach dem Tode organisieren – im Guten (sprich: Himmel) wie im Schlechten: Höllen! Lies weiter!

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Eigener Charme:
Sean O’Connell – »Tír na nÓg 1 – Der Auserwählte«

Sean O’Connell - „Tir na Nog 1“ In einer postapokalyptischen Welt, die aber scheinbar nicht die unsere ist, teilen sich die Menschen mit verschiedenen anderen Völkern den verfügbaren Platz. Kleine Reiche existieren neben sogenannten Labyrinthos, großen, zusammengewürfelten Siedlungsmolochen mit anarchischer Struktur. Vor langer Zeit scheint eine Katastrophe passiert zu sein, jedoch weiß niemand außer den verehrten Älteren, was damals vor sich ging. Diese unsterblichen Menschen jedoch behalten ihr Wissen für sich. Die Bruderschaft der Archivare versucht, das Wissen zu bewahren, wenn auch ein Schisma die Organisation zu spalten droht. Der Kern dieser Unstimmigkeiten ist die Frage, was die Katastrophe auslöste. Während vor allem die Jüngeren der Meinung sind, ein kosmisches Ereignis wäre der Auslöser gewesen, glauben die anderen, das Große Tier, To mega Therion hätte das Verderben ausgelöst. Lies weiter!

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Solides Debüt mit kleinen Schwächen
»Asylon« von Thomas Elbel

Thomas Elbel - „Asylon“ „Asylon“ von Thomas Elbel ist eine Auftragsarbeit, wie er in der Danksagung zum Roman enthüllt. Es sei dahingestellt, ob Auftrags­arbeiten mit demselben Herzblut geschrieben werden wie Geschich­ten, die unbedingt erzählt werden möchten. Thomas Elbel liefert mit „Asylon“ jedenfalls ein solides Debüt ab. Lies weiter!

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Bettlektüre für die Schwarze Szene: Michael Zandt, »Hapu: Teufel im Leib«

Michael Zandt - „Hapu: Teufel im Leib“ Hapu ist eine Asartu, eine Art Katzenmensch, die als wohlintegrierte Minderheit in der menschlichen Gesellschaft leben. Sie, wie auch die meistenteils christlichen (!) Dämonen, sind Geschöpfe Luzifers, den die Asartu weiterhin anbeten, auch wenn der Höllenfürst machtlos in einem ewigen Gefängnis schmachtet. Es existiert eine Insel genannt Kemet, auf der orthodoxe Asartu eine eigene, von der Weltgemenschaft geächtete Nation errichtet haben. Lies weiter!

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Unerfüllte Wünsche:
Stephan R. Bellem – »Welt aus Staub«

Stephan R. Bellem - „Welt aus Staub“ Trotz aller Versuche, eigene Wege zu gehen und bekannte Muster zu vermeiden, ist „Welt aus Staub“ eine konventionelle Geschichte. Sie hat spannende Momente, packt mich aber nicht. Ich finde nichts zum Mitfiebern, ich zweifele nicht, daß Elaine einen Ausweg findet, ich hätte nichts dagegen, den Langweiler Sam ins Unglück rennen zu sehen, ich mag nicht wirklich glauben, daß die Bösen so dämlich sind. Probe nicht bestanden. Lies weiter!

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Verbockt: Inklings-Jahrbuch 28

Inklings-Jahrbuch 28 Dieser Band zur Inklings-Tagung 2010 steht unter dem Motto „Die produktive Rezeption der Inklings im 21. Jahrhundert“. Das hätte ein schönes Thema werden können, aber leider war es in den Fingern der Inklings. Das wichtigste vorab: Sie haben es verbockt. Lies weiter!

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