Archiv der Kategorie: Rezensionen

Filmkritik: Possession

Im Vorfeld sogar mit dem Klassiker »Der ­Exorzist« verglichen, musste ich bezüglich dieses Streifens im Kino eine herbe Enttäuschung erleben. Im Mittelpunkt der überaus zähen Handlung steht die junge Em, die auf einem Flohmarkt eine geheimnisvolle Box ersteht. Diese lässt sich zunächst nicht öffnen, doch als Em des Nachts ein Flüstern vernimmt, das aus dem Innern des Kästchens zu kommen scheint, schafft sie es doch, und findet einen Zahn, eine tote Motte und einen Ring, den sie sich über den Finger streift. Lies weiter!

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David Wenzel u. Charles Dixon – Der Hobbit

Nun, da Peter Jackson auch mit „Der Hobbit“ die Vorgeschichte zum Herrn der Ringe verfilmt, ist J. R. R. Tolkiens Erstlingswerk voll im aller Munde. Der Carlsen Verlag nutzt dies um eine Neuausgabe des Comics aus den Jahren 1989/90 neu aufzulegen. Ich musste doch sehr grinsen, als ich folgenden Text meiner Rezension zur Erstausgabe dieses -Comics von 20 Jahren gelesen hatte:

„Es ist erstaunlich, dass fast jeder, der den Herrn der Ringe gelesen hat, die Vorgeschichte dazu, Der kleine Hobbit, nicht kennt. Vielleicht liegt es daran, dass dieses Werk als Kinderbuch gedacht ist und sich so mancher Erwachsene als zu alt sieht, um sich damit zu befassen.“ Lies weiter!

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Filmkritik: Skyfall

Daniel Craig zum Dritten. Vier Jahre nach »Ein Quantum Trost« begibt sich der durch seine Rolle als Superagent James Bond weltweit bekannt gewordene britische Schauspieler zum dritten Mal in den Einsatz. Diesmal zieht er gegen Raoul Silva (gespielt von Javier Bardem) zu Felde, einen ehe­maligen MI6-Agenten, der sich an seiner früheren Chefin rächen will. Dabei geht es in Istanbul, Shanghai, Macao, London und den schottischen Highlands wie immer actionreich zur Sache. Lies weiter!

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Willkommen in Centralia:
Zwei Ausflüge in die brennende Stadt

Nach über vierzig Jahren kommen immer noch neue „Drei ???“-Jugendbücher heraus. Ein Teil der Leser sind inzwischen Erwachsene, die mit den Abenteuern der drei Junior-Detektive aus Rocky Beach eigene Kindheitserinnerungen verbinden, als sie im Bett mit Leselampe Seite um Seite verschlangen und, wenn die Spannung am Kapitelende arg zu groß war, halt das nächste Kapitel auch noch lasen. Wie ich höre, soll es inzwischen auch eine ganze Generation von „???“-Fans geben, die die Serie hauptsächlich als gekürzte Hörspielversion kennen gelernt haben. Richtig knorke waren aber eigentlich nur die Bücher, wo die jungen Leser immer mal wieder ein paar Seiten zurückgeblättert haben, um den aktuellen Rätseltext nachzulesen, und Justus, wenn er stark nachdachte, seine Unterlippe knetete. Lies weiter!

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Einen Blick riskieren: “The Raven”

Der große Meister des literarischen Schreckens starb dereinst unter eher ungewöhnlichen Umständen. Edgar Allen Poe wurde anno 1849 in ein Hospital geschafft, nachdem er, in sich zusammen gesunken, auf offener Straße gefunden wurde. Wenige Tage später starb er ohne jedoch … Lies weiter!

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Patriotisches Wortgeklingel –
»The Dark Knight Rises«

Fast drei Stunden lang saß ich in Kino 6 des Cineplex Leverkusen und fragte mich immer wieder, wann das angeblich so furiose Finale der Batman-Trilogie von Christopher Nolan denn nun endlich losgehen würde. Statt dessen bekam ich einen bis zum halbgaren Ende zwar nicht unbedingt langweiligen, aber in Teilen doch deutlich zu langen Film präsentiert, der mit Pathos überladen war und seinem Anspruch permanent hinterher hechelte.

»The Dark Knight«, also Teil 2 der Nolanschen Batman-Saga, war filmisch wie handlungstechnisch ein Meisterwerk und ein Beweis dafür, dass Comicverwurstungen im Kino durchaus Tiefe und Stil vermitteln können, dass sie eben nicht nur computertechnisch zu Effektgewittern aufgepeppte Blockbuster mit Einspielgarantie in dreistelliger Millionenhöhe sein müssen. »The Dark Knight Rises« ist dagegen ein durchschnittlicher, mit unzähligen Nebenhandlungen künstlich in die Länge gezogener Marvel-Film, wie es auch viel zu viele der anderen Superhelden-Streifen waren. Lies weiter!

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Weise und desillusionierend –
Lars Hitzing, »Drei Monde«

Lars Hitzing - „Drei Monde“Selten war ich bei der Beurteilung eines ­Romans so unsicher wie bei diesem. Soll ich ihn als gelungenen, zivilisations- und zeitkritischen postapokalyptischen Entwicklungsroman kategorisieren? Oder doch eher als widersprüchliches, überpädagogisiertes Erstlingswerk eines ambitionierten Autoren, der sich schwertut, seinen eigenen An­sprüchen gerecht zu werden?
Der Ich-Erzähler, dessen Namen wir nicht erfahren, führt uns mit ziemlich derben und deutlichen Worten in seine Welt ein. Die Welt an der Wende vom 21. zum 22. Jahrhundert, wird beherrscht von einigen wenigen Konzernen wie Google-Gazprom, Toshika-Krupp oder Nestle-All-In-One, die die Welt in drei Industriezonen Panamerika, Eurasien und Groß-Kongo aufgeteilt haben. Der Neoliberalismus herrscht in seiner reinsten Form, in dem „dem Individuum die totale Verantwortung für sich selbst“ übertragen wird. Das ist natürlich eine offensichtliche Anspielung auf den herrschenden Wirtschaftsliberalismus und die seit der Hartz IV Reform geltende Maxime der Sozialpolitik, nach der jeder sich selbst der Nächste ist. Der Protagonist braucht einige Umwege, um am Ende wieder zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Lies weiter!

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»American Horror Story« – Zwölf kleine Kinofilme

„American Horror Story“ - PosterDiese Serie stand schon länger auf meiner Liste, weil ich viel Gutes von ihr gehört und gelesen hatte, musste jedoch zugunsten anderer Produktionen immer wieder zurückstecken. In Deutschland lief »American Horror Story« bislang nur auf dem Pay-TV-Sender FOX, ein Veröffentlichungstermin für die DVD-Box wurde noch gar nicht bekannt gegeben – in England erscheinen alle zwölf Episoden immerhin im Oktober auf DVD und Blu-ray (FSK 18).
Für Freunde des gehobenen Grusels ist die Serie allemal einen Blick wert. Sie erzählt die Geschichte der Familie Harmon, die aus Ben, seiner Frau Vivien und deren minderjähriger Tochter Violet besteht. Das Ehepaar zieht von Boston, wo Ben als Psychiater arbeitet, nach Los Angeles, um die nach einer Affäre Bens mit der jungen Hayden kriselnde Ehe zu retten. Violet ist davon alles andere als begeistert. Schon kurz nach dem Einzug in das neue Haus, kommt es zu ersten, noch vergleichsweise harmlosen Vorfällen, die sich nach und nach zu einer verstörenden Ereigniskette ausweiten. Dabei spielen die Vergangenheit des Hauses, eine merkwürdige Nachbarin mit ihrer behinderten Tochter, eine ehemalige Haushälterin und ein psychotischer junger Mann, den Ben behandelt, maßgebliche Rollen. Lies weiter!

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»Touch« – Kiefer Sutherland zurück in Serie!

TouchMit seiner Rolle als Superagent und Weltretter Jack Bauer avancierte der kanadische Schauspieler Kiefer Sutherland in acht Staffeln und 192 Episoden der Actionserie »24 – Twentyfour« unter anderem zum bestbezahlten TV-Serienstar der Welt. Die Entscheidung, die Produktion nach der achten Staffel einzustellen, wurde nicht etwa aufgrund von zu geringen Einschaltquoten, sondern im Einvernehmen mit allen Beteiligten getroffen, weil man der Ansicht war, das Potential des Konzepts ausgeschöpft zu haben – ein in der Branche alles andere als übliches Vorgehen.
Mit »Touch« kehrt Sutherland nach knapp zweijähriger Pause nun auf den Bildschirm zurück. Er spielt den ehemaligen Reporter Martin Bohm, der bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seine Frau verlor und sich seitdem um seinen autistischen Sohn Jake kümmert. Jake spricht nicht, hat jedoch eine beinahe magische Art mit Zahlen umzugehen. Als die Sozialarbeiterin Clea Hopkins (Gugu Mbatha-Raw) daran zweifelt, dass Bohm in der Lage ist, seinen Sohn allein zu versorgen und ihn in ein Heim einweisen will, setzt der Vater alles daran, dies zu verhindern. Dabei lernt er Professor Arthur Teller (Danny Glover) kennen, einen verschrobenen Wissenschaftler, der ihm eröffnet, dass es eine ganze Reihe von Kindern mit besonderen Begabungen gibt, die denen Jakes ähneln. Er erklärt Bohm außerdem, dass der Junge in der Lage ist, durch Zahlen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sehen und bevorstehende Ereignisse vorauszuahnen. Lies weiter!

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Time Tunnel – Gefangen im Strudel der Zeiten

Time Tunnel 3D-BoxSo sah ein perfekter Samstag in den Siebzigern aus: Morgens gehst du auf den Flohmarkt und kaufst PERRY-Comics, und am Abend, wenn du mit deiner Beute wieder zuhause bist, kommt im Vorabendprogramm der ARD eine neue Folge TIME TUNNEL, in der zwei amerikanische Wissenschaftler ­immer wieder durch den Zeitstrom geschleudert werden: Tony (James Darren) in demselben grünen Pullover, den er getragen hatte, als er sich im Selbstversuch in den Zeittunnel gestürzt hatte. Und Dan (Robert Colbert) in seinem Jahrhundertwende-Anzug, mit dem er Tony auf der TITANIC zu Hilfe gekommen war. Die beiden schwebten durch einen kaleidoskopartigen Farben­wirbel, und der Sprecher sagte:

„Dr. Anthony Newman und Dr. Dan Phillips, zwei ­amerikanische Wissenschaftler, treiben im Chaos vergangener und zukünftiger Ereignisse. Sie arbeiten an Amerikas geheimstem Projekt, dem Zeittunnel. Durch den end­losen Korridor der Zeiten stürzen sie in ein neues Abenteuer.“

Lies weiter!

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