Archiv der Kategorie: Rezensionen

Super Pulp 2 – das Fachblatt für Pulp-Thriller, Horror & Science Fiction

Super Pulp 2Pulp – ein Genre, dass mich seit meiner Jugend anspricht. Was zum einen recht lange her ist und zum anderen mir damals gar nicht bewusst war, da ich damals den Begriff Pulp noch nicht kannte. Aber gefallen hat es mir doch.
Später erfuhr ich dann von all den Dingen, die mir entgangen waren. „Weird Tales“ und wie sie alle hießen. Und nun gibt es einen Nachfolger. Der Verlags-Slogan lautet „Wir fordern: Schmutz und Schund für alle und beleben das gute alte Schundheft wieder“ – und er machte Lust, es mir einmal anzusehen.

Super Pulp 2 ist ein recht dünnes Heft, mit 38 Seiten unter dem Kaliber der normalen Heftromane. Aber der Inhalt gefiel mir durchaus. Das Heft enthält 3 kurze Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben, sowie einer redaktionellen Beilage, die in der Mitte eingeheftet wurde. Lies weiter!

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Guter Stil, oberflächlich:
Kirsten Spott – »Merlins Erben«

Kerstin Spott – „Merlins Erben“Ein Zitat aus „Harry Potter“ zur Einführung, ein Weltenwechsel auf den ersten vier, fünf Seiten – man befindet sich mitten in etwas, das man Neudeutsch wohl „Urban Fantasy“ nennen müsste. Die Handlung findet anfangs im Hier und Jetzt statt, wie man auf den ersten Seiten erfährt: „Ein Zauberlehrling und ein kleiner Halbling lockten gerade Millionen Menschen in die Kinos(…).“ (S. 17 f.). Danach kommt es dann immer wieder zu Reisen in die Anderswelten.

Bald kommt man in einen keltisch-nordischen „Mythen-Mix“, in dem Merlins Erbe (nicht umsonst ist „Merlins Erben“ der Titel des Buches) und nordische Figuren (wie „Wolf Fenris“ [S. 26] oder Thor) ineinander fließen. Bei Wolf Fenris ist Spott noch ein guter Name eingefallen, bei Frau Deinsty fragte ich mich beim Lesen immer, ob sie nicht „Destiny“ (Schicksal) heißen sollte. Wer weiß? Lies weiter!

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Tragende Grundidee, formal schwach: »Visionen« von Philip Schwarz

Philip Schwarz – »Visionen«„Ich werde einen uralten Menschheitstraum wahr machen!“. Davon ist Raja Souresh fest überzeugt. Der charismatische Souresh lebt im 25. Jahrhundert. Die Menschheit ist in den Weltraum vorgestoßen und hat viele Planeten bereits von ihres gleichen bevölkert vorgefunden. Wie es dazu kam, bleibt im Verborgenen. Jedenfalls ist in den letzten Jahrhunderten unter der Führung der Erde eine menschliche Zivilisation entstanden, die sich immer weiter ausbreitet. Allerdings hängt sie noch den moralischen Werten des 21. Jahrhunderts an. Die Menschheit hat sich als Ganzes nicht weiterentwickelt, sondern ihre Gesellschaft ist weiterhin auf dem kapitalistischen System ihrer Vorfahren aufgebaut. Wobei die Erde und ihre Bevölkerung im Zentrum steht und die neu entdeckten, technologisch angepassten Planeten lediglich eine untergeordnete Rolle im Machtgefüge spielen. Es verwundert einen deshalb nicht, wenn das Heer der Unzufriedenen nach und nach größer wird und viele Planeten nach einer größeren Unabhängigkeit streben. Lies weiter!

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Liebestanz der Brustmuckies – »Die Reise zur geheimnisvollen Insel«

„Die Reise zur geheimnisvollen Insel“Ich schicke voraus, dass ich sicher nicht zum Zielpublikum dieses Films gehöre, aber nachdem mir durch Zufall die Anfang Juli auch in Deutschland erhältliche Blu-ray in die Hände fiel, habe ich es einfach mal gewagt.
Erzählt wird die Geschichte des jungen Sean Anderson, der einen verschlüsselten Notruf seines Großvaters (Michael Caine) empfängt und sich gemeinsam mit seinem Stiefvater Hank (Wrestler Dwayne »The Rock« Johnson) auf den Weg macht, um jene geheimnisvolle Insel zu finden, auf der angeblich die Bücher »Die Schatzinsel« (Robert Louis Stevenson), »Gullivers Reisen« (Jonathan Swift) und »Die geheimnisvolle Insel« (Jules Verne) basieren. Im Quartett mit dem skurrilen Hubschrauberpiloten Gabato und seiner hübschen Tochter Kailani verschlägt es die Truppe tatsächlich auf ein mysteriöses Eiland, das allerdings kurz davor steht, im Meer zu versinken. Und so macht man sich auf die Suche nach der dereinst von Kapitän Nemo versteckten NAUTILUS, der einzigen Möglichkeit, der bevorstehenden Katastrophe zu entkommen. Lies weiter!

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Nazis weglachen – »Iron Sky«

„Iron Sky“ - PosterDass man, was diesen SF-Film betrifft, geteilter Meinung sein kann, ist nicht schwer nachzuvollziehen. Die einen werden ihn als geschmackloses, albernes und aus jeder eventuellen kritischen Stoßrichtung am Ziel vorbeigedrehtes Marketingprodukt verdammen, die anderen als urkomische, originelle und entlarvende Satire preisen. Und da spielt sicher der nach wie vor verkrampfte Umgang der Deutschen mit ihrer Nazi-Vergangenheit eine Rolle, die Reserviertheit der Masse gegenüber patriotischen Tendenzen und der als respektlos empfundenen Veralberung eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Lies weiter!

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Definitiv nicht politisch korrekt
»The Nazi Island Mystery«

r.evolver - „The Nazi Island Mystery“

„Alarm beim MI6: Verrückte Wissenschaftler basteln im Vierten Reich an gefährlichen Klon-Experimenten – und schrecken vor nichts zurück. Nur Superagentin Kay Blanchard mit ihrer Vorliebe für Sex, Drogen und lautloses Töten kann die Verschwörer aufhalten. Ultimativer Thriller-Trash mit Werwolf-Aliens und Russ-Meyer-Bräuten.“
(Quelle: Rückentext) Lies weiter!

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Kompletter Reinfall: »Chernobyl Diaries«

„Chernobyl Diaries“ PosterSie sind jung, sie sind Amerikaner, und sie heißen Chris, Natalie, Amanda und Paul. Als sogenannte Backpacker (Rucksacktouristen) sind sie auf Europareise. In Kiew (Ukraine) lernen sie die Norwegerin Zoe und den Australier Michael kennen. Gemeinsam nimmt die Gruppe an einer Extrem-Tour in die verlassene Stadt Pripyat teil, jener Siedlung im Schatten des Kernkraftwerks Tschernobyl, in der bis 1986 die Arbeiter der Anlage und deren Familien lebten. Organisiert wird der eigentlich illegale Abenteuertrip von Fremdenführer Uri, der die jungen Leute in einem altersschwachen Kleinbus über verschlungene Pfade ans Ziel fährt. Nach einer kurzen Besichtigung kommt es, wie es in einem Horrorstreifen zwangsläufig kommen muss: Der Motor des Busses springt nicht mehr an, und die Nacht bricht herein … Lies weiter!

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Überbelichtete Trägheit: »Hell«

„Hell“ - PosterZugegeben: Für eine deutsche Produktion ist der düstere Endzeit-Streifen des Schweizer Regisseurs Tim Fehlbaum erstaunlich gut, sprich: muss sich hinter internationalen Produktionen gleichen Kalibers keineswegs verstecken. Insofern fällt es mir auch nicht leicht, den subjektiv als doch arg dröge und langatmig empfundenen Erzählstil des Streifens hervorzuheben, aber so habe ich den Film nun einmal erlebt. Die weder besonders originelle, noch über die Maßen dramatische Story plätschert lange Zeit dahin, untermalt mit dünnen Dialogen und emotionaler Gleichförmigkeit. Erst gegen Ende der eineinhalb Stunden, als sich der düstere Plot des Films offenbart, kommt so etwas wie Spannung auf, die jedoch durch das zu kurze und oberflächlich inszenierte Finale schnell wieder verfliegt. Lies weiter!

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Au weia! – »Battleship«

„Battleship“ - Poster ItalienAu weia! Das dachte ich im Kino wohl zum ersten Mal nach einer knappen Stunde, als mir klar wurde, dass es nicht besser, sondern eher noch schlechter werden würde. Um es vorauszuschicken: Ich habe bis zum bitteren Ende durchgehalten und mir die komplette, gut zweistündige Dröhnung dieses Werbefilms für die US Navy gegeben. Nach »World Invasion: Battle Los Angeles« (siehe FO 264), einem zu lang geratenen Rekrutierungsvideo der US Army, folgt nun also »Battleship«, das Pendant für die amerikanischen Seestreitkräfte. Lies weiter!

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Sehr wenig von allem – »Halana und der Turm des Schwarzen Herzogs«

Marco Reuther – »Halana und der Turm des Schwarzen Herzogs«Halana, eine junge Frau zunächst unbekannter Herkunft, hat sich als Kriegerin in ihrem ersten Kampf bereits so viele Meriten erworben, dass sie nun (8 Jahre später) bereits zu den angesehenen Kämpfern im friedliebenden Königreich Engaland zählt. Bis hin zum schurkischen Cosa, Herzog des Nachbarreiches Schwarzland, ist ihr Ruhm gedrungen, verbunden mit einigen Geheiminformationen: sie soll einer Gruppe von Kindern angehören, die aus dem abgeschlossenen Land der Zauberer stammen und somit fähig sein, diese Grenze unbeschadet zu passieren. Jeder andere, der dies versucht, wird von einer magischen Barriere verbrannt. Cosa lässt ihren Sohn Ruff entführen, um sie zu zwingen, ins Zauberland zu reisen und einen Magier anzuheuern, der ihm hilft, Engaland endlich zu erobern; ein Plan, der einige Lücken aufweist und auch sonst anders als erwartet abläuft. Lies weiter!

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